Syrien, Asyl

CDU will Zahl von Syrien-Rückkehrern erhöhen

08.09.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Im Zuge der geringen Zahl freiwilliger Ausreisen Geflüchteter Syrer in ihre Heimat haben CDU-Politiker Forderungen nach besseren Anreizen zur Heimkehr gestellt.

Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv) - Foto: über dts Nachrichtenagentur
"Der wirtschaftliche Anreiz, hierzubleiben, darf nicht höher sein, als das Interesse, am Wiederaufbau des Landes mitzuwirken", sagte der CDU-Innenpolitiker Marc Henrichmann, Chef des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) im Bundestag, der "Bild" (Montagsausgabe). "Es darf keine wirtschaftliche Entscheidung sein." Seit Anfang des Jahres 2025 sind laut Bundesinnenministerium lediglich 1.867 Syrer in ihre Heimat ausgereist - trotz des Sturzes des Assad-Regimes Ende 2024 sowie des Bund-Länder-Programms REAG/GARP 2.0., das Ausreisen fördert. Henrichmann fordert: "Wir müssen helfen, vor Ort zu stabilisieren und beim Wiederaufbau zu helfen und in Sicherheitsfragen zusammenzuarbeiten."

Die Zahl der freiwilligen Ausreisen müsse steigen. "Dafür müssen wir den Menschen aber auch ruhigen Gewissens sagen können: Ihr könnt ausreisen", so Henrichmann. Entscheidend sei zur Eindämmung künftiger Flüchtlingsbewegungen: "Niemand, der nach Europa kommt, darf perspektivisch noch wissen, in welchem Land er landet. Damit die Frage von Sozialleistungen nicht die Motivation ist. Die Reform des Bürgergeldes - gerade mit Blick auf gesetzlich anerkannte, aber nicht integrations- und arbeitswillige Geflüchtete - muss jetzt schnell kommen." Ähnlich bewertet CDU-Innenexperte Alexander Throm die Situation. Er sagte der Zeitung: "Klar ist, dass der ursprüngliche Fluchtgrund, die Schreckensherrschaft des Assad Regimes, weggefallen ist. Es ist deshalb zu erwarten, dass syrische Staatsbürger wieder in ihr Heimatland zurückkehren und sich am Wiederaufbau beteiligen." Dies gelte vor allem für diejenigen, die erst kurz hier seien oder die nach vielen Jahren noch nicht integriert seien, insbesondere arbeiten. "Unter anderem hierfür haben wir im Koalitionsvertrag eine Rückkehroffensive vereinbart, die auch eine bessere Unterstützung und Beratung zur freiwilligen Rückkehr beinhaltet. Gleichzeitig wird diese Bundesregierung wieder Abschiebungen, zunächst von Straftätern, nach Syrien durchführen. Das muss jetzt wieder möglich sein." Wer bestens integriert sei, arbeite und damit den Lebensunterhalt für sich und seine Angehörigen vollständig sichere, der leiste einen Beitrag zu unserem Gemeinwesen. Für diese Gruppe gebe es heute schon Perspektiven in Deutschland.

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