Protest gegen Gaspolitik: Brunnen leuchten bundesweit grĂŒn
21.05.2026 - 10:25:42 | dpa.deAus Protest gegen die Gaspolitik der Bundesregierung haben Aktivisten der Protestbewegung Extinction Rebellion in zahlreichen StĂ€dten das Wasser von Brunnenanlagen grĂŒn gefĂ€rbt. Betroffen sind nach Angaben der Protestbewegung Brunnenanlagen in 17 StĂ€dten, darunter Berlin, Hamburg, MĂŒnchen, Dresden und Köln. Extinction Rebellion bezeichnet es als Kunstaktion. Es gehe darum, auf den zerstörerischen Fokus auf Gas als EnergietrĂ€ger aufmerksam machen.Â
Der fĂŒr die Aktion benutzte leuchtende Farbstoff Uranin sei ungiftig und werde unter anderem in der Wasserwirtschaft zum Orten von Lecks in Rohrleitungen verwendet, als Köder im Angelsport und fĂŒr Badesalze. Er verschwindet den Angaben zufolge in AbhĂ€ngigkeit mit der IntensitĂ€t nach einigen Stunden beziehungsweise Tagen. FĂŒr die Brunnen sei eine geringe Menge von etwa 0,1 Gramm bis 1 Gramm pro 1.000 Liter Wasser genutzt worden.
Die Aktion soll auf die aus Sicht der Protestierenden zu konzernfreundliche Gaspolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) aufmerksam machen, der die Protestierenden «Greenwashing» vorwerfen.Â
Vergangene Woche hatte das Kabinett der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Bau neuer Gaskraftwerke auf den Weg gebracht. Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewĂ€hrleisten und kĂŒnftig als Backups einspringen - in «Dunkelflauten» mit einer geringen Erzeugung aus Solar- und Windenergie.Â
Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent steigen. Im ersten Quartal 2026 lag der Anteil bei rund 53 Prozent.
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