Martin Huber, CSU

CSU-GeneralsekretÀr: Schnellverfahren gegen Klimaaktivisten

22.07.2023 - 13:04:10

In den Augen von CSU-GeneralsekretĂ€r Martin Huber sind Klimaaktivisten, die Klebe-Proteste durchfĂŒhren, StraftĂ€ter. Mit seiner Forderung nach einem Schnellverfahren ist er nicht allein.

CSU-GeneralsekretĂ€r Martin Huber hat Schnellverfahren gegen Klimaaktivisten gefordert, die sich an Straßen festkleben. «Wer morgens auf der Straße klebt, soll abends vor einem Richter stehen. Klimakleber sind keine Aktivisten, sondern StraftĂ€ter», sagte er der «Rheinischen Post».

Wer billigend in Kauf nehme, dass Rettungswagen blockiert werden, «der ist kriminell und nimmt die GefĂ€hrdung von Menschenleben in Kauf», sagte der CSU-Politiker. Den Klimaaktivisten warf er vor, diese wollten «ein anderes Land, sie wollen die Demokratie schwĂ€chen und die soziale Marktwirtschaft abschaffen». Er erwarte von den GrĂŒnen eine «klipp und klare Distanzierung».

Die Strafprozessordnung ermöglicht es der Staatsanwaltschaft, einen Antrag auf Entscheidung im beschleunigten Verfahren zu stellen, wenn die Sache auf Grund des einfachen Sachverhalts oder der klaren Beweislage zur sofortigen Verhandlung geeignet ist. Das Schnellgericht darf Beschuldigte maximal zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilen.

Huber bekommt UnterstĂŒtzung

Der neue CDU-GeneralsekretĂ€r Carsten Linnemann hatte zuletzt einen Ă€hnlichen Vorschlag gemacht. In Reaktion auf gewaltsame Auseinandersetzungen in Berliner FreibĂ€dern sprach er sich fĂŒr die konsequente Bestrafung von GewalttĂ€tern noch am Tattag aus.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstĂŒtzt die Forderung nach Schnellverfahren gegen Klimaaktivisten. «Beschleunigte Verfahren sind aus Sicht der GdP grundsĂ€tzlich eine gute Methode, schneller Urteile zu bewirken und den Ermittlungsaufwand aufs Erforderlichste zu reduzieren», sagte GdP-Bundeschef Jochen Kopelke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). StraftĂ€ter der Letzten Generation mĂŒssten so schnell es gehe zur Rechenschaft gezogen werden.

@ dpa.de