Steuern

BundeslĂ€nder mahnen zu steuerlichen Entlastungen fĂŒr BĂŒrger

01.04.2026 - 13:29:16 | dts-nachrichtenagentur.de

In der Debatte um eine Reform der Mehrwertsteuer drĂ€ngen die BundeslĂ€nder die schwarz-rote Koalition zu steuerlichen Entlastungen fĂŒr die BĂŒrger."RealitĂ€t ist: Die Preise, gerade fĂŒr Lebensmittel, sind fĂŒr viele Menschen nach wie vor hoch", sagte Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Sven Schulze (CDU) der "Welt".

Menschen in einer FußgĂ€ngerzone (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Deshalb erwarten die BĂŒrger zu Recht konkrete Entlastungen. Die Bundesregierung muss jetzt liefern und klar sagen, wie sie die Menschen spĂŒrbar entlasten will." Benötigt werde "jetzt zĂŒgig" ein abgestimmtes Gesamtpaket. "Was wir nicht brauchen, ist ein stĂ€ndiges Hin und Her mit einer Vielzahl von EinzelvorschlĂ€gen aus verschiedenen Richtungen."

Ähnlich Ă€ußerten sich die Finanzminister von Nordrhein-Westfalen und Baden-WĂŒrttemberg, Marcus Optendrenk (CDU) und Danyal Bayaz (GrĂŒne). "Wir stehen vor einer komplexen wirtschaftlichen Situation mit steigenden Preisen, unsicheren Energieentwicklungen und hohen Belastungen fĂŒr viele Menschen. Darauf kann man nicht mit einzelnen steuerpolitischen Stellschrauben reagieren. Was wir brauchen, ist ein schlĂŒssiges Gesamtkonzept, das Entlastung, Zielgenauigkeit und finanzielle TragfĂ€higkeit zusammenbringt", so Optendrenk. Bayaz forderte die Bundesregierung auf, "sich zĂŒgig auf ein umfassendes Reformpaket zu einigen, um die WachstumskrĂ€fte in Deutschland zu stĂ€rken und die sozialen Sicherungssysteme zu stabilisieren".

Die saarlĂ€ndische MinisterprĂ€sidentin Anke Rehlinger (SPD) forderte die Bundesregierung ebenfalls auf, der durch den Iran-Konflikt zu erwartenden Teuerung entgegenzuwirken. "Wir sollten Lebensmittel gĂŒnstiger machen durch Reduzierung oder Streichung der Mehrwertsteuer. Im Gegenzug können unsinnige Steuerrabatte fĂŒr LuxusgĂŒter wie etwa fĂŒr TrĂŒffel, Kaviar und Austern gestrichen werden."

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