Woidke, ZurĂŒckweisung

Woidke fordert ZurĂŒckweisung von FlĂŒchtlingen an Grenze

14.09.2024 - 11:38:05

In der Debatte um schĂ€rfere Asylgesetze fordert Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke (SPD) die ZurĂŒckweisung von FlĂŒchtlingen, die ĂŒber sichere Drittstaaten nach Deutschland eingereist sind.

"Wir fordern das in Brandenburg schon lange. Ich erwarte von der Bundesebene, dass sie jetzt zĂŒgig Entscheidungen trifft", sagte Woidke dem Nachrichtenportal T-Online. Rechtliche Risiken, die mit der Aussetzung der sogenannten Dublin-Verordnung der EU einhergehen, will Woidke dabei in Kauf nehmen: "Die Wahrheit ist doch, dass die Dublin-Verordnung auch von anderen EU-LĂ€ndern kaum mehr angewendet wird. Die Menschen erwarten, dass wir jetzt Lösungen finden. Dass wir Asylbewerber, fĂŒr die ein anderes Land zustĂ€ndig ist, hereinlassen und dann nicht mehr abschieben können, ist ein Irrsinn, den kein BĂŒrger mehr versteht." Der MinisterprĂ€sident, der bei der Landtagswahl am 22. September um eine weitere Amtszeit kĂ€mpft, begrĂŒndet seine Forderung mit dem Grundgesetz.

Artikel 16a besage, "dass Menschen, die aus einem sicheren Drittstaat einreisen, kein Asylrecht erhalten. Wir mĂŒssen geltendes Recht durchsetzen." Dass er mit dieser Forderung nĂ€her bei CDU-Chef Friedrich Merz als bei seiner Bundes-SPD liegt, stört Woidke nicht. Es zeige, dass demokratische Parteien vor der gemeinsamen Herausforderung stĂŒnden, Lösungen fĂŒr dieses komplexe Thema zu finden. "Wir mĂŒssen die Kommunen entlasten und gleichzeitig sicherstellen, dass wir wissen, wer in unserem Land ist und welche Motive sie haben. Es muss jetzt unser Hauptziel sein, die Zahl der irregulĂ€ren Migranten weiter zu senken. Wir gelangen in Deutschland langsam an die Belastungsgrenze", sagte der SPD-Politiker. Er drĂ€nge seit Jahren auf schĂ€rfere Maßnahmen wie Grenzkontrollen und die Bezahlkarte fĂŒr Asylbewerber, so Woidke weiter. Doch die Ampel habe "zu spĂ€t reagiert", auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sei anfangs "skeptisch bei den Grenzkontrollen" gewesen.

@ dts-nachrichtenagentur.de