Union schickt in Fördergeld-AffÀre 100 Fragen an Regierung
12.07.2024 - 11:57:45In der sogenannten Fördergeld-AffĂ€re hat die Unionsfraktion im Bundestag einen umfangreichen Katalog mit 100 Fragen an die Bundesregierung ĂŒbermittelt. Es geht dabei vor allem um die Rolle von Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger. Die Union will wissen, ob, wann und wie die FDP-Politikerin in den Umgang mit einem offenen Brief von Hochschullehrern zum Nahost-Konflikt im Forschungsministerium eingebunden war. Ăber die Anfrage der Fraktion hatte zuerst das ARD-Hauptstadtstudio berichtet.Â
Die Dozenten hatten in dem Schreiben im Mai die RÀumung eines Camps propalÀstinensischer Demonstranten an der Freien UniversitÀt Berlin kritisiert. Dies hatte wiederum Kritik von Stark-Watzinger ausgelöst. Ihrer Ansicht nach wird in dem Brief «der Terror der Hamas ausgeblendet».
Stark-Watzinger trennte sich von StaatssekretÀrin
SpĂ€ter waren E-Mails bekanntgeworden, aus denen hervorging, dass jemand an hoher Stelle im Ministerium um PrĂŒfung gebeten hatte, inwieweit Aussagen im Protestbrief der Berliner Hochschullehrer strafrechtlich relevant sind und ob das Ministerium als Konsequenz Fördermittel streichen könnte. Das Vorgehen löste Proteste aus.Â
Stark-Watzinger trennte sich daraufhin von ihrer StaatssekretĂ€rin Sabine Döring und erklĂ€rte, die fĂŒr die Hochschulabteilung fachlich zustĂ€ndige StaatssekretĂ€rin habe den zugrundeliegenden PrĂŒfauftrag veranlasst. Die Ministerin hatte betont, sie selbst habe den PrĂŒfauftrag nicht erteilt und auch nicht gewollt.
Union: Wahrheit muss endlich auf den Tisch
Die Union kritisiert, dass die FDP-Politikerin vor gut zwei Wochen bei einem Auftritt im Bundestagsbildungsausschuss auf mehrere Nachfragen zum Thema keine AuskĂŒnfte gegeben habe. In ihrem Fragenkatalog will die Fraktion nun wissen, wer in der oberen Ebene des Ministeriums wann mit wem wegen des Briefs der Dozenten kommuniziert hat und wie dort AuftrĂ€ge und Weisungen erteilt werden.Â
«Es muss jetzt endlich die Wahrheit auf den Tisch», sagte der bildungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Thomas Jarzombek (CDU). Nach Fraktionsangaben wurde der Bundesregierung eine Frist zur Beantwortung der Fragen bis zum 25. Juli gesetzt.





