Gesundheit, Steuern

SPD kritisiert PlĂ€ne fĂŒr Gesundheitsreform fĂŒr Schieflage

16.04.2026 - 00:01:00 | dts-nachrichtenagentur.de

In der SPD gibt es erheblichen Widerstand gegen die PlĂ€ne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) fĂŒr die gesetzliche Krankenversicherung.Die VorschlĂ€ge der Kommission machten deutlich, wie groß der Reformbedarf in der gesetzlichen Krankenversicherung sei, sagte Tim KlĂŒssendorf, SPD-GeneralsekretĂ€r, dem "Stern".

Krankenhaus (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Krankenhaus (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"FĂŒr uns ist aber zugleich klar: Eine nachhaltige Stabilisierung der finanziellen Situation darf auf keinen Fall einseitig zulasten der Versicherten gehen." VorschlĂ€ge, die zusĂ€tzliche Belastungen fĂŒr Patienten bedeuten, mĂŒssten sie deshalb "sehr kritisch prĂŒfen".

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt stellt sich grundsĂ€tzlich gegen weitere Belastungen fĂŒr Versicherte. Deutschland habe eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt bei mittelmĂ€ĂŸiger QualitĂ€t, sagte sie dem "Stern". Diese schlechte Effizienz hĂ€tten die Versicherten und ihre Arbeitgeber mit steigenden ZusatzbeitrĂ€gen in Milliardenhöhe bezahlt. "Sie dĂŒrfen nicht weiter durch steigende BeitrĂ€ge, zusĂ€tzliche Zahlungen oder LeistungskĂŒrzungen belastet werden."

Die VorschlĂ€ge der Kommission ermöglichten auch andere Finanzierungen und zusĂ€tzlich wĂŒrden ihrer Ansicht nach die großen Strukturreformen helfen, zusĂ€tzliche Einsparungen zu generieren, etwa die Krankenhausreform, Notfallreform und PrimĂ€rversorgung sowie eine schnelle Digitalisierung. GrundsĂ€tzlich attestiert Schmidt dem von Warken vorgestellten Paket eine "Schieflage".

Im Kern gebe es in der gesetzlichen Krankenversicherung vor allem ein Problem bei den Ausgaben, sagte KlĂŒssendorf. Daher sei es entscheidend, die Ausgabendynamik zu begrenzen und strukturelle Verbesserungen in der Versorgung zu erreichen. "Daran muss sich jede einzelne Maßnahme messen lassen. Das sind die MaßstĂ€be fĂŒr die weiteren Beratungen." Das Ziel sei eine Lösung, die "finanziell trĂ€gt und von den Versicherten als gerecht empfunden wird".

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