UnglĂŒcke, Zahl

Zahl der Badetoten gesunken

03.08.2023 - 11:09:56

In deutschen GewÀssern sind in den ersten knapp sieben Monaten des Jahres 2023 mindestens 192 Menschen ertrunken.

Das waren 21 Personen weniger als zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mit. "Der Sommer macht nun schon eine lÀngere Pause", sagte DLRG-PrÀsidentin Ute Vogt in Hamburg.

"Andernfalls lĂ€ge die Zahl der Ertrunkenen sicher nahe der des Vorjahres." Insgesamt 123 Menschen kamen laut DLRG seit Beginn der Badesaison Anfang Mai im Wasser ums Leben, 13 weniger als im Vergleichszeitraum 2022. Im Mai ertranken 32 Frauen, MĂ€nner und Kinder (2022: 30). "Wie schon vergangenes Jahr lockte ein sehr warmer Mai bereits viele Wassersporttreibende und Badende an die GewĂ€sser", so Vogt. "Hierbei kam es wieder zu vielen UnfĂ€llen in den noch kĂŒhlen GewĂ€ssern." Die Mehrzahl aller UnfĂ€lle ereignet sich weiterhin im Binnenland, mehrheitlich an nicht bewachten GewĂ€ssern. In FreigewĂ€ssern wie FlĂŒssen und Seen ertranken 179 Menschen; das entspricht 93 Prozent aller FĂ€lle. WĂ€hrend in Seen mit 75 TodesfĂ€llen deutlich weniger UnglĂŒcke zu verzeichnen waren (2022: 93), blieb die Anzahl in FlĂŒssen konstant (2022: 66, 2023: 68). In KanĂ€len starben mit 17 Personen acht mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im Juni fanden vier MĂ€nner im Dortmund-Ems-Kanal den Tod. In Nord- und Ostsee kamen bisher neun Menschen ums Leben, vier mehr als im Vorjahr. Dort bewachen zumeist ehrenamtliche Rettungsschwimmer zwischen Mai und September an sieben Tagen in der Woche viele StrĂ€nde. Auch in SchwimmbĂ€dern (4) kamen Personen zu Tode. Vier von fĂŒnf aller Ertrunkenen waren mĂ€nnlich (79 Prozent). Nahezu jede zweite verunglĂŒckte Person (44 Prozent) war Ă€lter als 50 Jahre, acht waren Kinder im Vor- und Grundschulalter (2022: 10). Zwölf tödliche UnfĂ€lle verzeichnete die DLRG bei WassersportaktivitĂ€ten wie Stand-up-Paddling und Boot fahren.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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