Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim

Coup im Kraichgau: St. Pauli Àrgert Hoffenheim

28.02.2026 - 17:31:25 | dpa.de

In einem zunÀchst wilden Spiel zeigt der FC St. Pauli beim Tabellendritten viel Widerstandskraft. Mit drei Punkten im Abstiegskampf werden der starke Keeper Nikola Vasilj und seine Kollegen belohnt.

  • Mathias Pereira Lage köpft zum 1:0 fĂŒr St. Pauli ein. - Foto: Heiko Becker/dpa
    Mathias Pereira Lage köpft zum 1:0 fĂŒr St. Pauli ein. - Foto: Heiko Becker/dpa
  • Mathias Pereira Lage jubelt nach seinem ersten Bundesliga-Tor. - Foto: Heiko Becker/dpa
    Mathias Pereira Lage jubelt nach seinem ersten Bundesliga-Tor. - Foto: Heiko Becker/dpa
  • Hoffenheims Nationaltorwart Oliver Baumann bekam gegen St. Pauli unerwartet viel Arbeit.   - Foto: Heiko Becker/dpa
    Hoffenheims Nationaltorwart Oliver Baumann bekam gegen St. Pauli unerwartet viel Arbeit. - Foto: Heiko Becker/dpa
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Ein frecher FC St. Pauli hat ausgerechnet bei der heimstarken TSG 1899 Hoffenheim einen ĂŒberraschenden AuswĂ€rtssieg gelandet. Mit dem 1:0 (1:0) beendete die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin die Serie des Champions-League-Kandidaten von acht Erfolgen im Sinsheimer Stadion. Vor 27.786 Zuschauern schockte Mathias Pereira Lage mit seinem ersten Bundesliga-Tor (45.+4 Minute) die Kraichgauer unmittelbar vor der Pause.

Eine Woche nach dem 2:1 gegen Werder Bremen hielten die Hamburger danach dem Druck der TSG stand. Dabei hatte der Abstiegskandidat in dieser Saison der Fußball-Bundesliga bis dato außer im Hamburger Stadtderby (2:0 beim HSV) auf fremdem Platz nicht gewonnen und nur zwei Punkte (1:1 in Köln und 0:0 in Mainz) gesammelt. 

«Nur allein von diesen Heimspielen sich zu ernÀhren, das wird wahrscheinlich nicht reichen.» So hatte Blessin schon vor der Partie gewarnt. Das nahmen sich seine Profis sichtlich zu Herzen.

«Kies gegen Kiez» in Sinsheim

Mit der Schlagzeile «Kies gegen Kiez» warb der Gastgeber-Verein von MĂ€zen und MilliardĂ€r Dietmar Hopp selbstironisch fĂŒr die Partie. Im Hinspiel hatten die Hoffenheimer die Hamburger mit 3:0 geschlagen. Ein paar Tage spĂ€ter schieden sie dann im DFB-Pokal im Elfmeterschießen bei St. Pauli aus. 

Das dritte Aufeinandertreffen in dieser Saison begann aufregend mit Chancen praktisch im Minutentakt. Die dickste vergaben bei einem Konter erst Andrej Kramaric und dann Grischa Prömel allein vor Paulis Torwart Nikola Vasilj (8.). 

Pauli hÀlt unerschrocken dagegen 

Aber auch die GĂ€ste trauten sich was: Danel Sinani prĂŒfte Nationalkeeper Oliver Baumann und ein Schuss von Manolis Saliakas wurde im letzten Moment von Ozan Kabak noch abgefĂ€lscht. Wie schon vor einer Woche beim 2:2 in Köln zeigte die in dieser Saison so starke Hoffenheimer Viererkette, dass sie auch ihre SchwĂ€chen hat. 

Vasilj holt sich eine blutige Nase

Als dem bis dahin gut beschĂ€ftigten Vasilj ein Zuspiel misslang und Prömel dazwischenging, wĂ€re die FĂŒhrung der TSG eigentlich fĂ€llig gewesen. Doch der starke bosnische Schlussmann rettete nach seinem Patzer auf Kosten einer blutigen Nase (28.).

Als die Hoffenheimer ganz offensichtlich mit den Gedanken schon in der Pause waren, schlugen St. Pauli zu. Nach Saliakas' Flanke schraubte sich Pereira Lage hoch und köpfte zum 1:0 ein. Wild entschlossen, aber zu hektisch und zerfahren begann die TSG den zweiten Durchgang. 

Bernardo köpft an die Latte

Immer wieder dirigiert von ihrem australischen KapitĂ€n Jackson Irvine hielten die Pauli-Profis ihre Defensive dicht. Nicht einmal StĂŒrmerstar Kramaric fiel an diesem Tag ein, wie der Gegner noch zu knacken ist. Der Kroate wurde in der 74. Minute durch Tim Lemperle ersetzt. Kabak köpfte noch an die Latte (80.) - mehr hatte die TSG nicht zu bieten.

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