Brandenburg, Deutschland

GEW fordert Aufarbeitung nach rechtem Lehrer-Mobbing

13.07.2023 - 11:56:25 | dpa.de

In einer Schule im Spreewald grassieren rechtsextreme VorfĂ€lle. Zwei LehrkrĂ€fte wenden sich an die Öffentlichkeit - und werden mit Mobbing und Drohungen attackiert. Nun wollen sie den Ort verlassen.

Die Grund- und Oberschule in Burg (Spreewald). Zwei Monate nach Bekanntwerden von rechtsextremen VorfÀllen an einer Schule in Burg hat sich die Situation dort nach Angaben der LehrkrÀfte nicht verÀndert. - Foto: -/dpa
Die Grund- und Oberschule in Burg (Spreewald). Zwei Monate nach Bekanntwerden von rechtsextremen VorfÀllen an einer Schule in Burg hat sich die Situation dort nach Angaben der LehrkrÀfte nicht verÀndert. - Foto: -/dpa

Nach dem Weggang von zwei LehrkrĂ€ften einer Schule in Burg im Spreewald wegen Anfeindungen aus der rechten Szene hat die Lehrergewerkschaft GEW eine weitere Aufarbeitung der VorfĂ€lle gefordert. «Ich habe großes VerstĂ€ndnis fĂŒr die Entscheidung der LehrkrĂ€fte, die Schule wegen der Bedrohungen aus der rechten Szene zu verlassen», betonte der GEW-Landesvorsitzende GĂŒnther Fuchs am Donnerstag auf Anfrage. Die rechtsextremen VorfĂ€lle an der Schule mĂŒssten aber trotzdem weiter aufgearbeitet werden, forderte Fuchs.

Solche rechtsextremen VorfÀlle seien aber kein Problem der Schule allein, erklÀrte der Gewerkschaftschef. «Insofern bringt es auch nichts, nur mit dem Finger auf die Schule zu zeigen», mahnte er. Vielmehr seien vermehrte rechte Tendenzen eine Folge der gesellschaftlichen Entwicklung. «Da muss auf vielen Ebenen gegengesteuert werden», sagte Fuchs.

Der Lehrer Max Teske und seine Kollegin Laura Nickel hatten vor etwa drei Monaten einen zunĂ€chst anonymen Brandbrief ĂŒber rechtsextreme VorfĂ€lle an ihrer Schule in Burg veröffentlicht und damit ein breites Medienecho ausgelöst. Am Mittwoch erklĂ€rten beide, dass sie die Schule wegen starker Anfeindungen aus der rechten Szene verlassen wollen.

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