Windkraft, Windrad

WindrĂ€der in NRW kĂŒnftig nĂ€her an Wohngebieten

25.08.2023 - 13:59:40

In fast allen BundeslĂ€ndern gibt es Abstandsvorgaben fĂŒr WindrĂ€der von wenigen Hundert bis zu 1000 Metern. Der nordrhein-westfĂ€lische Landtag weicht nun davon ab.

Der nordrhein-westfĂ€lische Landtag hat mit breiter Mehrheit den pauschalen 1000-Meter-Mindestabstand von Windenergieanlagen zu Wohnsiedlungen abgeschafft. Damit dĂŒrfen im bevölkerungsreichsten Bundesland WindrĂ€der kĂŒnftig unter strengen Voraussetzungen nĂ€her an WohnhĂ€user heranrĂŒcken.

FĂŒr den Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen von CDU und GrĂŒnen votierten in namentlicher Abstimmung 148 von 170 Abgeordneten. Auch die SPD als grĂ¶ĂŸte Oppositionsfraktion schloss sich dem Gesetzentwurf an. FDP und AfD stimmten dagegen.

Neuer Schwung fĂŒr Windkraft-Ausbau

NRW ist nach einer Übersicht des Bundesverbandes Windenergie e.V. (BWE) damit kĂŒnftig neben dem Saarland und Sachsen-Anhalt eines der wenigen BundeslĂ€nder, die keine pauschalen Abstandsvorgaben mehr haben. In fast allen LĂ€ndern gibt es noch Abstandsvorgaben oder -empfehlungen von wenigen Hundert bis zu 1000 Metern.

Wegen strenger Vorschriften etwa zum LĂ€rmschutz werden Windanlagen nach EinschĂ€tzung des Landesverbands Erneuerbare Energien (LEE) aber auch in NRW kĂŒnftig in der Regel mehrere Hundert Meter von Wohnbebauungen entfernt stehen.

Der Wegfall der 1000-Meter-Abstandsregel soll dem Ausbau der Windkraft in NRW einen Schub geben. Bei der Erneuerung Ă€lterer Windanlagen wurde die Regel bereits gekippt. Besonders in der CDU hatte es zunĂ€chst Bedenken gegen die Abschaffung des Mindestabstands gegeben. Der Ausbau der Windkraft soll in NRW kĂŒnftig durch regionale FlĂ€chenvorgaben gesteuert werden.

@ dpa.de