Ines Claus als Steinmeier-Nachfolgerin im Gespräch
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 14:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWSClaus bringt Hessen in die Bundespräsidenten-Debatte
- Ines Claus bezeichnet die Nennung im Zusammenhang mit dem Amt als große Ehre.
- Die CDU-Politikerin fordert Gespräche mit Ministerpräsidenten, CDU, CSU und Koalitionspartner.
- Friedrich Merz will nach seiner Asien-Reise in der kommenden Woche entscheiden.
Claus im Gespräch für Steinmeier-Nachfolge
Die hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Ines Claus hat die Nennung ihres Namens für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als große Ehre bezeichnet. Zugleich verwies die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende auf ein geordnetes Verfahren innerhalb der Partei und der Koalition.
Entscheidung nach Merz' Asien-Reise
Claus sagte der „Rheinischen Post“, nun müssten die Ministerpräsidenten, die Führungsgremien von CDU und CSU sowie der Koalitionspartner einbezogen werden. Die Nachfolge Steinmeiers ist damit weiterhin offen.
Nach Angaben der Zeitung, die sich auf hochrangige CDU-Kreise beruft, gilt die 49-Jährige als Favoritin von Bundeskanzler Friedrich Merz. Merz wolle nach seiner Asien-Reise in der kommenden Woche eine endgültige Entscheidung treffen.
Politische Erfahrung in Hessen und im Bund
Claus führt seit April 2020 die CDU-Fraktion im hessischen Landtag. Seit 2026 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Bundes-CDU.
Die CDU-Politikerin ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und katholisch. Bundespräsident Steinmeiers Nachfolge soll nach dem anstehenden Auswahlverfahren durch die Bundesversammlung geregelt werden.
Die Debatte über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier steht im Zeichen eines noch nicht abgeschlossenen innerparteilichen Auswahlprozesses. Ines Claus bringt dafür mehrere politische Voraussetzungen mit: Sie führt seit April 2020 die CDU-Fraktion im hessischen Landtag und gehört seit 2026 als stellvertretende Vorsitzende dem Bundesvorstand der CDU an.
Entscheidend ist nun das Verfahren innerhalb der Union. Nach den Angaben der Meldung sollen die Ministerpräsidenten, die Führungsgremien von CDU und CSU sowie der Koalitionspartner einbezogen werden. Damit ist eine mögliche Nominierung nicht allein eine Personalentscheidung des Bundeskanzlers, sondern berührt auch das Verhältnis zwischen den Unionsparteien und der Regierungskoalition.
Entscheidung nach der Asien-Reise
Als möglicher Zeitplan gilt die kommende Woche nach Merz' Asien-Reise. Eine Festlegung würde anschließend den Weg für die Wahl des Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung bereiten. Bis dahin bleibt offen, ob sich die Union auf Claus oder eine andere Persönlichkeit verständigt.
Claus' öffentliche Reaktion ist zugleich zurückhaltend und politisch aussagekräftig: Sie wertet die Nennung als große Ehre, verweist aber auf ein geordnetes Verfahren. Für die Leserinnen und Leser bedeutet das, dass die Personaldebatte begonnen hat, die formelle Entscheidung jedoch noch aussteht.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
stern: „CDU-Vize Claus signalisiert Interesse an Steinmeier-Nachfolge“ (27.10.2026)
Der Artikel habe Claus' öffentliche Reaktion als Signal für Interesse am Amt eingeordnet. Zudem werde dort von einer Unterstützung durch Friedrich Merz berichtet, womit der Beitrag den persönlichen Rückhalt stärker betone.
Der Beitrag habe den Vorstoß des SPD-Fraktionschefs für Ilse Aigner in den Mittelpunkt gestellt. Anders als die Meldung über Claus richte sich der Schwerpunkt damit auf einen Personalvorschlag aus der SPD und auf die bislang fehlende klare Festlegung des Kanzlers.
Übereinstimmung bestehe darin, dass die Nachfolge Steinmeiers politisch diskutiert werde. Unterschiede gebe es beim Blick auf die favorisierte Personalie; offen bleibe, auf welchen Vorschlag sich die Union und anschließend die Koalition verständigten.
