Integration, Sprache

Integration braucht Sprache: Perspektiven fĂŒr Berufssprachkurse sichern

Veröffentlicht am: 12.05.2025 um 09:10 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Stuttgart - Die Sprachförderung in Deutschland steht vor einer BewĂ€hrungsprobe: Trotz nachgebesserter Haushaltsmittel bleiben wichtige berufsbezogene Sprachkurse ausgesetzt - mit Folgen fĂŒr Integration und FachkrĂ€ftesicherung. Ernst Klett Sprachen weist auf FinanzierungslĂŒcken hin und plĂ€diert fĂŒr eine verlĂ€ssliche Förderung aller Kursarten.
Integration braucht Sprache: Perspektiven fĂŒr Berufssprachkurse sichern - Bild: presseportal.de

Die jĂŒngsten KĂŒrzungen im Bundeshaushalt 2025 waren fĂŒr die Sprachförderung in Deutschland ein DĂ€mpfer. Der Haushaltsausschuss hat zwar zusĂ€tzliche Mittel fĂŒr Sprachkurse bewilligt - doch selbst mit diesen Nachbesserungen bleibt die Finanzierung mit Hinblick auf die Berufssprachkurse lĂŒckenhaft. Zahlreiche Kursarten im Gesamtprogramm Sprache - darunter wichtige Kurse unterhalb und oberhalb des B2-Niveaus bleiben ausgesetzt. Schon im Februar 2025 hatte sich ein breites BĂŒndnis von VerbĂ€nden, dem sich auch der Verband der Bildungsverlage angeschlossen hatte, in einem Forderungspapier fĂŒr die Integrations- und Berufssprachkurse im Rahmen des Gesamtprogramms Sprache der Bundesregierung ausgesprochen.

Berufssprachkurse: SchlĂŒsselfaktor fĂŒr Integration und FachkrĂ€ftesicherung

Im Rahmen der Berufssprachkurse dĂŒrfen nur noch B2-Kurse und eng arbeitsplatzbezogene Formate wie die Job-BSK durchgefĂŒhrt werden. Alle weiteren Kurse (z. B. A2, B1, C1, C2) sind ausgesetzt. Das schafft eine bedenkliche Schieflage: Wer das Niveau B2 (noch) nicht erreicht, welches z.B. das Zielniveau fĂŒr PflegekrĂ€fte ist, hat derzeit keine Möglichkeit, seine sprachlichen Kompetenzen schrittweise weiterzuentwickeln - ebenso wenig wie akademische FachkrĂ€fte wie z.B. Mediziner, die das C1-Niveau benötigen.

Integration braucht VerlÀsslichkeit

Die Bundesregierung hat fĂŒr 2025 zusĂ€tzliche Mittel bewilligt, um das Kursangebot aufrechterhalten zu können. Diese Entlastung löst das Problem jedoch nicht auf lange Sicht, denn TrĂ€ger mĂŒssen immer noch KapazitĂ€ten zurĂŒckfahren. Dadurch sind LehrkrĂ€fte, die i.a. R. als selbststĂ€ndige Trainer arbeiten, gezwungen zu gehen und gehen damit dauerhaft der TrĂ€gerlandschaft verloren. Zugewanderte warten monatelang auf KursplĂ€tze - und können ArbeitsplĂ€tze nicht besetzen.

Ernst Klett Sprachen appelliert an die Bundesregierung eine dauerhafte und verlĂ€ssliche Finanzierung aller relevanten Kursarten im Gesamtprogramm Sprache, denn nur so kann Sprachbildung wirken. Insbesondere die Berufssprachkurse mĂŒssen gesichert und ausgebaut werden, um dem FachkrĂ€ftemangel wirksam zu begegnen. Auch dazu bedarf es abgestimmter Verfahren, die es FachkrĂ€ften aus dem Ausland ermöglichen, bereits vor der Einreise gezielt Deutsch zu lernen - und zwar auf dem fĂŒr ihren Beruf erforderlichen Sprachniveau. Gleichzeitig ist eine enge und deutlich schnellere Abstimmung zwischen Bund, LĂ€ndern, Kammern und Arbeitgebern erforderlich, damit Sprachkompetenzen systematisch anerkannt, aufgebaut und effizient gefördert werden können.

"Als Verlag fĂŒr Sprachbildung stehen wir im engen Austausch mit LehrkrĂ€ften, VerbĂ€nden und Institutionen. Gerade LehrkrĂ€fte leisten tagtĂ€glich einen unverzichtbaren Beitrag zur Integration. Was sie jetzt brauchen, ist Planungssicherheit. Deshalb appellieren wir an die Politik: Sprachförderung ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in Zukunft, Teilhabe und wirtschaftliche StabilitĂ€t", betont die GeschĂ€ftsfĂŒhrung des Verlags.

Pressekontakt:

Ernst Klett Sprachen GmbH
Adriana Akin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

RotebĂŒhlstraße 77
70178 Stuttgart
Telefon: +49 711 6672-5012
E-Mail: pr@klett-sprachen.de
www.klett-sprachen.de

Original-Content von: Ernst Klett Sprachen GmbH ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5c080d

de | politik | 67267649 |