Drama mit VerlÀngerung: Inter wirft Flick und Barça raus
06.05.2025 - 23:39:24Bayern-Bezwinger Inter Mailand hat den Triple-Traum von Hansi Flick beendet und das Champions-League-Finale in MĂŒnchen erreicht. Eine Woche nach dem spektakulĂ€ren 3:3 im Hinspiel gewann Italiens Meister das RĂŒckspiel gegen den von Ex-Bundestrainer Flick gecoachten FC Barcelona mit 4:3 (3:3, 2:0) nach VerlĂ€ngerung. Davide Frattesi sorgte an einem weiteren denkwĂŒrdigen FuĂball-Abend in der 99. Minute fĂŒr die Entscheidung.
Lautaro Martinez (21. Minute), der frĂŒhere Bundesliga-Profi Hakan Calhanoglu per Foulelfmeter (45.+1) und Francesco Acerbi (90.+3) trafen in der regulĂ€ren Spielzeit fĂŒr Inter, das wie 2023 im Endspiel der Königsklasse steht. Verteidiger Eric Garcia (54.), der Ex-Leipziger Dani Olmo (60.) und Raphinha (87.) hatten die packende Partie mit ihren vielen Wendungen zwischenzeitlich gedreht.
Inter nun gegen PSG oder Arsenal
Vor zwei Jahren verlor Inter im Finale gegen Manchester City. Diesmal treffen die Nerazzurri am 31. Mai auf Paris Saint-Germain oder den FC Arsenal. Im Viertelfinale hatten die MailĂ€nder den FC Bayern MĂŒnchen ausgeschaltet.
Flick kann nach dem spanischen Pokal mit Barça auch noch die Meisterschaft gewinnen. Der Traum, wie 2020 mit den Bayern alle drei groĂen Titel abzurĂ€umen, bleibt dem 60-JĂ€hrigen zumindest diese Saison aber verwehrt.
Martinez zurĂŒck - und direkt im Fokus
Eine Woche nach der Vollgas-Veranstaltung in Barcelona begannen beide Teams die Partie etwas kontrollierter. Nach gut 20 Minuten sorgte Inter-Star Martinez im altehrwĂŒrdigen Giuseppe-Meazza-Stadion aber fĂŒr Ekstase. Ausgerechnet Martinez. Nachdem er im Hinspiel angeschlagen raus musste, war der Einsatz des argentinischen Weltmeisters offen gewesen.
Nach einer starken Balleroberung von Federico Dimarco im Mittelfeld ging es bei den Gastgebern schnell: Denzel Dumfries legte an der Strafraumgrenze quer und Martinez, Inters KapitĂ€n und emotionaler AnfĂŒhrer, traf zur FĂŒhrung.Â
Nackenschlag fĂŒr Barça vor der Pause
Barça war um eine schnelle Antwort bemĂŒht, den Offensivaktionen der Katalanen fehlte es aber an der nötigen PrĂ€zision. Ausnahmetalent Lamine Yamal setzte hin und wieder zu seinen gefĂŒrchteten Dribblings an, tat sich gegen Inters Defensive an diesem Abend aber schwerer als vorige Woche.
Kurz vor der Pause dann der nĂ€chste RĂŒckschlag fĂŒr Barça: Nachdem der frĂŒhere Hamburger und Leverkusener Calhanoglu zunĂ€chst noch eine groĂe Chance ausgelassen hatte (41.), traf er vom Punkt doch zum 2:0. Pau Cubarsi hatte Martinez im Strafraum der GĂ€ste gefoult, Schiedsrichter Szymon Marciniak aus Polen die Szene nach einem Hinweis des Video-Assistenten noch mal ĂŒberprĂŒft und dann auf Elfmeter entschieden - ganz zum Ărger von Flick.
Zwei Barça-Tore in sechs Minuten
In der zweiten Halbzeit gönnten sich beide Teams so gut wie keine Pause. Eric Garcia traf per Direktabnahme zum Anschluss. Es ging nun hin und her. Ex-Bundesliga-Keeper Yann Sommer verhinderte mit einer Weltklasse-Parade das nĂ€chste Tor des Verteidigers (57.), ehe Barcelonas Olmo per Kopf fĂŒr den Ausgleich sorgte.Â
Gut 20 Minuten vor dem Ende entschied Referee Marciniak nach einem Foul von Henrich Mchitarjan an Yamal zunĂ€chst auf Straf-, dann aber doch auf FreistoĂ fĂŒr Barça. In der Schlussphase ĂŒberschlugen sich erneut die Ereignisse: Raphinha traf im Nachsetzen zum 3:2 fĂŒr die Spanier, Yamal anschlieĂend nur den Pfosten (90.+3) - und dann Inters Acerbi tatsĂ€chlich noch zum 3:3.
In der VerlĂ€ngerung hoffte Barça auf frische Impulse seines eingewechselten StarstĂŒrmers Robert Lewandowski, der zuletzt verletzt war. Doch Inters Joker stach: Frattesis Flachschuss zum 4:3, auf den die GĂ€ste trotz aller BemĂŒhungen keine Antwort mehr fanden, beendete Flicks Triple-Traum.





