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Iran-Krieg: Abbas Araghtschi verspottet hohe US-Verluste und MunitionsengpÀsse

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 03:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Irans Außenminister Abbas Araghtschi verspottet die hohen Verluste und Munitionsprobleme der US-StreitkrĂ€fte im Krieg gegen den Iran. Ein Bericht an den US-Kongress beziffert SchĂ€den, Kosten und gravierende EngpĂ€sse bei Raketenabwehrsystemen.

Irans Außenminister Araghtschi verspottet das US-MilitĂ€r. (Archivbild) - Bild: Hadi Mizban/AP/dpa
Irans Außenminister Araghtschi verspottet das US-MilitĂ€r. (Archivbild) - Bild: Hadi Mizban/AP/dpa

Im Krieg zwischen den USA und dem Iran hat Außenminister Abbas Araghtschi die hohen Verluste des US-MilitĂ€rs mit Spott kommentiert.

Iranischer Außenminister verhöhnt US-Verluste

Araghtschi erklĂ€rte auf der Plattform X, Hunderte US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkte in der Region seien "in StĂŒcke geschossen" worden und Dutzende US-Flugzeuge verbrannt. Er bezog sich dabei auf Angaben des US-Verteidigungsministeriums und bezeichnete die frĂŒhere Behauptung, der Iran sei wehrlos, als "Fiktion". Die Äußerungen zielen auf eine demonstrative ZurĂŒckweisung amerikanischer EinschĂ€tzungen zur VerteidigungsfĂ€higkeit des Landes.

Umfangreiche SchĂ€den auf US-StĂŒtzpunkten

Zuvor hatte das US-MilitĂ€r in einem Bericht an das Parlament in Washington eingerĂ€umt, dass iranische Angriffe Hunderte GebĂ€ude und Strukturen auf US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkten beschĂ€digt oder zerstört haben. Betroffen sind Standorte in verbĂŒndeten Staaten wie Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, dem Irak, Oman und Jordanien. Zudem wurden im Verlauf des Krieges Dutzende Kampfjets und andere Flugzeuge der US-StreitkrĂ€fte zerstört oder beschĂ€digt.

Konflikt dauert seit mehr als sechs Monaten

US-PrĂ€sident Donald Trump hatte kurz nach Beginn des Krieges gegen den Iran am 28. Februar erklĂ€rt, die Islamische Republik habe "absolut keine Verteidigung" und keine FĂŒhrung mehr, zudem seien Marine und Luftwaffe des Landes vernichtet. Der Konflikt dauert inzwischen seit mehr als sechs Monaten an, wĂ€hrend iranische Angriffe weiter auf US-StĂŒtzpunkte in der Region zielen.

Bericht zu MunitionsengpÀssen

Eine Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministeriums stellte in einem Bericht an den Kongress gravierende MunitionsengpĂ€sse infolge des Krieges fest. Der Munitionsverbrauch habe demnach strategische BestandslĂŒcken verursacht und EngpĂ€sse in der RĂŒstungsindustrie bei der Nachschubversorgung offengelegt. Der Bericht verweist auf eine hohe Belastung der Produktionsketten fĂŒr Raketenabwehrsysteme.

Hohe Kosten durch Raketenabwehr

Unter anderem sei eine große Zahl kostspieliger Abfangflugkörper wie THAAD- und Patriot-Raketen eingesetzt worden. THAAD steht fĂŒr ein Verteidigungssystem zur Abwehr von Kurz- und Mittelstreckenraketen. Laut dem Bericht wurde eine THAAD-Radarstation im Wert von 500 Millionen US-Dollar vom Iran zerstört. Das Pentagon schĂ€tzt die gesamten Kosten des Kriegseinsatzes bis Ende Juni auf 33,4 Milliarden US-Dollar, wobei verbrauchte Munition mit ĂŒber 22 Milliarden US-Dollar den grĂ¶ĂŸten Kostenanteil ausmacht.

Regionale Eskalation mit globalen Folgen

Der anhaltende Krieg zwischen den USA und dem Iran hat die gesamte Golfregion in eine Phase hoher Unsicherheit versetzt. Angriffe auf US-StĂŒtzpunkte in mehreren Staaten der Region zeigen, wie weitreichend der Konflikt inzwischen ist und wie stark PartnerlĂ€nder der USA in Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, im Irak, Oman und Jordanien betroffen sind. FĂŒr zivile Infrastruktur, Handelsrouten und Energieexporte steigt damit das Risiko weiterer BeeintrĂ€chtigungen.

Propagandakrieg und innenpolitische Signale

Die spöttischen Äußerungen des iranischen Außenministers richten sich nicht nur an die USA, sondern auch an die eigene Bevölkerung und VerbĂŒndete. Indem er die Verluste der US-StreitkrĂ€fte hervorhebt und frĂŒhere Aussagen des US-PrĂ€sidenten ĂŒber eine angebliche Wehrlosigkeit Irans konterkariert, soll die WiderstandsfĂ€higkeit des Landes betont und der innenpolitische RĂŒckhalt fĂŒr den Krieg gestĂ€rkt werden. Zugleich sendet die iranische FĂŒhrung das Signal, dass sie trotz hoher Belastungen weiter kampffĂ€hig sein will.

Strategische Munitionsknappheit als Warnsignal

Der Bericht der Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministeriums ĂŒber gravierende MunitionsengpĂ€sse verweist auf strukturelle Probleme des US-RĂŒstungssystems. Der intensive Verbrauch von Abfangsystemen wie THAAD und Patriot verdeutlicht, wie kostspielig ein moderner Luft- und Raketenkrieg ist. Wenn der Einsatz von PrĂ€zisionsmunition und komplexen Verteidigungssystemen ĂŒber Monate anhĂ€lt, geraten ProduktionskapazitĂ€ten und LagerbestĂ€nde an Grenzen. FĂŒr Leserinnen und Leser bedeutet dies, dass langfristige Kriege zwischen hochgerĂŒsteten Staaten nicht nur politisch, sondern auch ökonomisch und industriell schwer zu tragen sind. Dies kann mittelbar Auswirkungen auf Sicherheitsstrategien, RĂŒstungsinvestitionen und die Bereitschaft zu neuen militĂ€rischen Interventionen haben.

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