Israel, Abbas

Israel kritisiert Abbas fĂŒr Einigung mit Hamas

23.07.2024 - 15:40:05 | dts-nachrichtenagentur.de

Israels Außenminister Israel Katz kritisiert PalĂ€stinenserprĂ€sident Mahmud Abbas fĂŒr die unter der Vermittlung von China getroffene Einigung zwischen rivalisierenden PalĂ€stinensergruppen.

Mahmud Abbas (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Mahmud Abbas (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Anstatt den Terrorismus abzulehnen, umarmt Mahmoud Abbas die Mörder und Vergewaltiger der Hamas und enthĂŒllt so sein wahres Gesicht", schrieb Katz am Dienstag auf X/Twitter. Laut dem chinesischen Außenminister Wang Yi unterzeichneten Vertreter verschiedener palĂ€stinensischer Fraktionen in Peking zuvor eine ErklĂ€rung, in der sie sich zur Überwindung der Spaltung und zur StĂ€rkung der Einheit verpflichteten. Teil der Abmachung ist demnach auch die Bildung einer "nationalen Übergangsregierung" im Gazastreifen nach dem Ende des Krieges. Israels Außenminister erklĂ€rte diesbezĂŒglich: "In Wirklichkeit wird das nicht passieren, weil die Hamas-Herrschaft zerschlagen werden wird und Abbas den Gazastreifen aus der Ferne beobachten wird. Die Sicherheit Israels wird allein in Israels HĂ€nden bleiben." Welche Auswirkungen die durch China vermittelte Einigung am Ende tatsĂ€chlich haben wird, blieb zunĂ€chst unklar.

Derzeit regiert die palĂ€stinensische Autonomiebehörde unter FĂŒhrung von Mahmud Abbas im von Israel besetzten Westjordanland. Der Gazastreifen wurde derweil de facto seit 2007 von der islamistischen Hamas verwaltet - sie hat mittlerweile aber die Kontrolle ĂŒber mehrere Bereiche an Israel verloren. Unterdessen traf Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu zu einem Besuch in den USA ein. Ein ursprĂŒnglich fĂŒr Dienstag geplantes Treffen mit dem amtierenden US-PrĂ€sidenten Joe Biden wurde laut einem Regierungssprecher auf Donnerstag verlegt. Am Mittwoch soll Netanjahu eine Rede im US-Kongress halten. Der US-Regierung dĂŒrfte die von Peking vermittelte Einigung zwischen den Gruppierungen der PalĂ€stinenser ein Dorn im Auge sein. Erst am Montag hatte sich Biden dahingehend geĂ€ußert, dass er seine verbliebene Amtszeit auch dazu nutzen wolle, den Frieden im Nahen Osten zu sichern. Bisher waren alle Versuche, den Krieg zwischen Israel und der Hamas zu beenden, gescheitert.

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