Zahl der AsylantrĂ€ge ging 2024 um fast ein Drittel zurĂŒck
09.01.2025 - 11:13:12Die Zahl der in Deutschland gestellten AsylantrĂ€ge ist im abgelaufenen Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurĂŒckgegangen. Insgesamt seien 229.751 ErstantrĂ€ge eingegangen, der GroĂteil von Menschen aus Syrien, Afghanistan und der TĂŒrkei, teilte das Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (BAMF) in NĂŒrnberg mit.Â
Damit stellten fast 100.000 Menschen weniger einen Asylantrag in Deutschland als noch im Jahr 2023 - ein RĂŒckgang um 30,2 Prozent. Gleichwohl bleibt Deutschland im internationalen Vergleich weit vorne. Innerhalb der EuropĂ€ischen Union ist Deutschland mit Abstand Spitzenreiter bei den AsylantrĂ€gen, deutlich dahinter folgen Spanien, Frankreich und Italien.Â
Ungeachtet der teils hitzig gefĂŒhrten politischen Debatte zum Thema war 2024 damit das Jahr mit der nur siebthöchsten Zahl an in Deutschland gestellten AsylantrĂ€gen. Die mit Abstand meisten AntrĂ€ge wurden 2016 gestellt, als 745.545 Erst- und FolgeantrĂ€ge eingingen. Die hohe Zahl war unter anderem eine Folge des damals eskalierenden BĂŒrgerkriegs in Syrien.Â
Mit 44,4 Prozent erhielten weniger als die HĂ€lfte der Antragsteller einen Schutzstatus. WĂ€hrend die Schutzquote im BĂŒrgerkriegsland Syrien mit 83 Prozent und im von den Taliban beherrschten Afghanistan mit 74,7 Prozent vergleichsweise hoch lag, erhielt nicht einmal jeder zehnte Asylsuchende aus der TĂŒrkei in Deutschland einen Schutzstatus (9,4 Prozent). Im Jahr 2023 hatte die Schutzquote ĂŒber alle LĂ€nder noch bei 51,7 Prozent gelegen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 301.350 Erst- und FolgeantrĂ€ge entschieden.


