Finnland steuert auf Stichwahl um das Amt des PrÀsidenten zu
28.01.2024 - 22:21:21Die Entscheidung ĂŒber das kĂŒnftige Staatsoberhaupt Finnlands dĂŒrfte in einer Stichwahl zwischen dem frĂŒheren Regierungschef Alexander Stubb und Ex-AuĂenminister Pekka Haavisto fallen. Bei der ersten Runde der PrĂ€sidentschaftswahl in dem nordischen EU- und Nato-Land am Sonntag waren alle neun Kandidaten nach AuszĂ€hlung des GroĂteils der WĂ€hlerstimmen weit davon entfernt, eine absolute Mehrheit zu erhalten. Damit dĂŒrfte es am 11. Februar zur Stichwahl zwischen den beiden fĂŒhrenden Kandidaten - Stubb und Haavisto - kommen.
In einer Hochrechnung des finnischen Rundfunksenders Yle nach AuszĂ€hlung von knapp 83 Prozent der Stimmen kam der konservative Stubb am Abend auf 27,3 Prozent, der grĂŒne Ex-Minister Haavisto auf 25,8 Prozent. Die zwei stĂ€rksten Verfolger, der rechtspopulistische ParlamentsprĂ€sident Jussi Halla-aho und Ex-EU-WĂ€hrungskommissar Olli Rehn, lagen mit 18,6 beziehungsweise 15,3 Prozent deutlich dahinter. Ein vorlĂ€ufiges Endergebnis sollte im Laufe des Abends feststehen.
Nachfolger von Sauli Niinistö gesucht
Bei der Abstimmung wird ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin von PrĂ€sident Sauli Niinistö gesucht, der nach zwei jeweils sechsjĂ€hrigen Amtszeiten nicht noch einmal kandidieren durfte. Unter seiner FĂŒhrung und dem Eindruck des russischen Einmarsches in die Ukraine hatte sich Finnland 2022 entschlossen, nach jahrzehntelanger militĂ€rischer BĂŒndnisfreiheit die Mitgliedschaft in der Nato zu beantragen. Im April 2023 wurde das nördlichste Land der EU als 31. Mitglied in dem VerteidigungsbĂŒndnis aufgenommen. FĂŒr die Finnen, deren Land auf einer LĂ€nge von 1340 Kilometern an Russland grenzt, stellte das eine groĂe Zeitenwende dar.
Der PrĂ€sident wird in Finnland fĂŒr eine Amtszeit von sechs Jahren direkt vom Volk gewĂ€hlt. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört es, zusammen mit der Regierung ĂŒber die AuĂen- und Sicherheitspolitik zu entscheiden, die Regierung zu ernennen und Gesetze abzusegnen.


