Kiffen, Cannabis

Gewerkschaft der Polizei kritisiert Cannabis-Gesetzentwurf

01.08.2023 - 02:00:07

Kiffen ja, aber mit EinschrĂ€nkungen und nicht nahe Schulen, Kitas, und Co. - so plant es das Bundesgesundheitsministerium. Doch die GdP Ă€ußert Bedenken mit Blick auf die konkrete Umsetzbarkeit.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) befĂŒrchtet durch die Cannabis-PlĂ€ne der Bundesregierung eine starke Mehrbelastung. Dem Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums fehle es an PrĂ€zision und Weitsicht, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Alexander Poitz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

«An keiner Stelle des Papiers wird deutlich, wie der zu erwartende erhöhte technische und personelle Aufwand der Polizei und anderer Behörden gestemmt werden soll.» Poitz sagte: «Ich hoffe nicht, dass das Bundesgesundheitsministerium glaubt, unsere Kolleginnen und Kollegen wĂŒrden die geforderte 200-Meter-Distanz zwischen einem Konsumenten und einer Kita mit dem Zollstock nachmessen.»

Nach den PlĂ€nen sollen grundsĂ€tzlich der Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis fĂŒr ĂŒber 18-JĂ€hrige und der Anbau von maximal drei Pflanzen zum Eigenbedarf erlaubt werden. In der Öffentlichkeit darf in einem Abstand von bis zu 200 Metern zu Schulen, Kitas, Spiel- oder SportplĂ€tzen nicht gekifft werden.

@ dpa.de