Asylzahlen, AsylantrÀge

Asylzahlen im ersten Quartal deutlich rĂŒcklĂ€ufig

08.04.2024 - 19:13:28

Knapp 20 Prozent weniger AsylantrĂ€ge als im Vorjahr sind im ersten Quartal 2024 neu gestellt worden. Innenministerin Faeser lobt die vorĂŒbergehenden Grenzkontrollen.

Die Zahl der in Deutschland neu gestellten AsylantrĂ€ge ist im ersten Vierteljahr 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesunken. Von Januar bis MĂ€rz seien 65.419 ErstantrĂ€ge gestellt worden, teilte das Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (BAMF) in NĂŒrnberg mit. GegenĂŒber dem gleichen Zeitraum 2023 bedeute dies eine Abnahme um 19,2 Prozent.

«Das zeigt, dass unser Handeln wirkt. Wir schĂŒtzen weiterhin viele Menschen vor Krieg und Terror und begrenzen zugleich wirksam die Zahl derer, die unseren Schutz nicht benötigen», kommentierte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) die Zahlen.

Durch vorĂŒbergehende Grenzkontrollen seien seit Oktober 17.600 unerlaubte Einreisen verhindert worden. Mehr als 700 Schleuser habe die Bundespolizei durch diese Kontrollen seitdem festgenommen. «Wir werden die Grenzkontrollen so lange fortsetzen, wie es notwendig ist, um die irregulĂ€re Migration dauerhaft wirksam zu begrenzen, betonte Faeser.

Die meisten ErstantrÀge erneut von Syrerinnen und Syrern

Die Tendenz sinkender Asylzahlen hatten sich seit Jahresbeginn angedeutet. Im MĂ€rz wurden dann fast 10.000 ErstantrĂ€ge weniger registriert als noch im Januar. Die meisten AntrĂ€ge kamen auch im ersten Vierteljahr 2024 laut Bundesamt mit knapp 20.000 von Menschen aus Syrien. Dahinter folgten Afghanistan (10.198) und die TĂŒrkei (10.119). Entschieden wurde im ersten Quartal ĂŒber 80.651 Erst- und FolgeantrĂ€ge von Asylbewerbern. Mit 46,1 Prozent erhielten weniger als die HĂ€lfte einen Schutzstatus.

Faeser begrĂŒĂŸte die europĂ€ische Einigung auf ein gemeinsames Asylsystem in der EU. «Das Gemeinsame EuropĂ€ische Asylsystem ist der SchlĂŒssel zur dauerhaften Entlastung unserer Kommunen: durch Asylentscheidungen schon an den Außengrenzen, wenn nur eine geringe Aussicht auf Schutz besteht, und endlich durch eine gerechtere Verteilung in der EU», sagte die Ministerin. «Deshalb ist es so wichtig, dass dieser Migrationspakt jetzt auch vom EuropĂ€ischen Parlament beschlossen wird.»

@ dpa.de