Hilfe, Ukraine

1000 Mal medizinische Hilfe fĂŒr die Ukraine

13.03.2024 - 13:21:38 | presseportal.de

Köln Wahn - Seit der russischen Invasion in die Ukraine im Jahr 2014 hat Deutschland ĂŒber 1.000 ukrainische Patientinnen und Patienten medizinisch versorgt. FĂŒr die Bundeswehr leisten SanitĂ€tsdienst und Luftwaffe einen wichtigen Beitrag zum sogenannten Kleeblattkonzept, nach dem die Verteilung der Verletzten und Verwundeten organisiert wird.

1000 Mal medizinische Hilfe fĂŒr die Ukraine - Foto: presseportal.de
1000 Mal medizinische Hilfe fĂŒr die Ukraine - Foto: presseportal.de

Deutschland engagiert sich in der Aufnahme, dem Transport und der medizinischen Behandlung von Patientinnen und Patienten aus dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Bisher wurden ĂŒber 1.000 Kranke und Schwerverletzte aus der Ukraine aufgenommen und mittels Kleeblattkonzept zwischen Bund und LĂ€nder verteilt. Stellvertretend fĂŒr den Bundesminister der Verteidigung sprach der Inspekteur des SanitĂ€tsdienstes, Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich BaumgĂ€rtner, gestern, anlĂ€sslich der 1.000. Verlegung, am Flughafen Köln/Bonn ĂŒber die UnterstĂŒtzung der Bundeswehr.

"Herr Minister Pistorius kann heute leider nicht hier sein. Er hat mich deshalb gebeten, heute seinen Dank und seine Anerkennung fĂŒr die großartige Hilfe fĂŒr ukrainische Verwundete und Verletzte auszusprechen." Vor allem gilt sein Dank den Menschen, so BaumgĂ€rtner weiter, die diese Leistung stemmen und möglich machen - die Expertinnen und Experten in Organisation und Steuerung, aber vor allem in der Medizin und sozialen FĂŒrsorge.

Das sogenannte Kleeblattkonzept ermöglicht die strukturierte Verteilung von Patientinnen und Patienten aus der Ukraine zur Behandlung in deutschen KrankenhĂ€usern, um einzelne KrankenhĂ€user oder die regionale medizinische Versorgung nicht zu ĂŒberlasten. Dabei werden sowohl verwundete Soldatinnen und Soldaten als auch zivile Opfer von russischen Bombardierungen versorgt.

Behandlung in den BundeswehrkrankenhÀusern

Das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und LĂ€ndern des Bundesamtes fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe koordiniert alle AktivitĂ€ten. Die Bundeswehr, und dabei im Besonderen der SanitĂ€tsdienst und die Luftwaffe, ist als Partner an der Planung und Verlegung beteiligt.

"Wir mĂŒssen verstehen, dass die Behandlung von Kriegsverletzungen - seien sie physisch oder psychisch - hĂ€ufig besondere Behandlungen erfordern, die erlernt und erfahren sein mĂŒssen", erlĂ€utert der Inspekteur und MilitĂ€rarzt. Der SanitĂ€tsdienst der Bundeswehr ist in der Steuerung, aber auch mit seinen BundeswehrkrankenhĂ€usern sowohl in das Kleeblattkonzept als auch in das sogenannte Traumanetzwerk von Beginn an eingebunden.

In den BundeswehrkrankenhĂ€usern wurden beispielsweise von 2014 bis 2022 ĂŒber 140 ukrainische Patientinnen und Patienten medizinisch versorgt.

StÀrkung der ukrainischen Rettungskette

Genaue Zahlen zu den Verwundeten in der Ukraine sind nicht bekannt. Intensive Gefechte fordern sehr oft hohe Verluste. Daher war es von Kriegsbeginn an wichtig, die sanitÀtsdienstliche Versorgung zu verbessern, um möglichst viele Leben zu retten und die Folgen von Verwundungen so gering wie möglich zu halten.

Um die Rettungskette der ukrainischen StreitkrÀfte zu stÀrken, beteiligte sich der SanitÀtsdienst ganz besonders bei der Ausbildung von sogenannten Combat Surgery, Combat Lifesaver und Paramedics. Entscheidend ist das NichtsanitÀtspersonal. Das sind diejenigen, die verwundete Soldatinnen und Soldaten erstversorgen.

Pressekontakt:

Presse- und Informationszentrum des SanitÀtsdienstes der Bundeswehr
Telefon: 0261 896 13103
pizsanitaetsdienst@bundeswehr.org

Original-Content von: Presse- und Informationszentrum des SanitĂ€tsdienstes der Bundeswehr ĂŒbermittelt durch news aktuell

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