Kommunen, Geld

Kommunen fordern 'frisches Geld' fĂŒr Deutschlands KrankenhĂ€user

15.01.2024 - 13:06:22

Kommunen und Landkreise haben Zweifel angemeldet, dass die PlĂ€ne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zur Hilfe fĂŒr notleidende KrankenhĂ€user ausreichen und schnell genug kommen.

Lauterbach forderte nach einem Spitzentreffen mit Kommunen und Kreisen am Montag in Berlin die BundeslĂ€nder erneut dazu auf, die Reformen rasch auf den Weg zu bringen und zu unterstĂŒtzen.

Allein mit dem geplanten Transparenzgesetz fĂŒr mehr Informationen fĂŒr die Patienten ĂŒber die Kliniken sollten kurzfristig zugleich sechs Milliarden Euro fĂŒr die KrankenhĂ€user frei gemacht werden, sagte Lauterbach. "Mehr als 100 KrankenhĂ€usern droht ohne das Gesetz 2024 die Insolvenz." Erneut warf Lauterbach den unionsgefĂŒhrten LĂ€ndern vor, die bereits im Bundestag beschlossene Reform im Bundesrat zu blockieren, indem sie sie nicht auf die Tagesordnung des Vermittlungsausschusses setzen.

Der Deutsche StĂ€dte- und Gemeindebund sowie der Deutsche Landkreistag unterstĂŒtzten Lauterbachs ReformplĂ€ne im Grundsatz, kritisierten sie aber auch als unzureichend. "Die ReformplĂ€ne, die kommen wahrscheinlich zu spĂ€t fĂŒr die HĂ€user, die in Not sind", sagte Uwe Brandl, PrĂ€sident des StĂ€dte- und Gemeindebundes. "Wir sehen die Befreiungswirkung nicht in dem Umfang, wie das Ministerium das einschĂ€tzt."

Landkreistag-PrĂ€sident Reinhard Sager forderte Soforthilfen, um die LiquiditĂ€t der Kliniken zu verbessern. Er glaube, dass das die bisherigen PlĂ€ne die drohende Insolvenzwelle im Kliniksektor nicht zum Abstoppen brĂ€chten. "Wir haben noch Ausgang des Sommers etwa zwei Dutzend in Not geratene Kliniken in Deutschland gehabt. Mittlerweile ist die Zahl auf drei Dutzend schon angestiegen", sagte Sager. Das zeige, dass nach Corona und Energiepreis-Anstieg der Bund frisches Geld in das System bringen mĂŒsse.

@ dpa.de