Weimer sieht bei Netflix und Co. Interesse an Deutschland
23.07.2025 - 17:41:41 | dpa.de"Ich nehme aus dem GesprĂ€ch mit, dass wir alle das Ziel haben, den Produktionsstandort Deutschland zu stĂ€rken", sagte Weimer nach einem Treffen mit den groĂen Medienkonzernen.
Ihm gehe es darum, in Deutschland mehr Investitionen in Filme und Serien zu ermöglichen und Talente ins Land zu holen. "Die Bundesregierung wird weitere Anreize schaffen, um diese Dynamik zu verstĂ€rken", sagte Weimer. "So wird Deutschland eine Heimat fĂŒr die kreative Wertschöpfung und mehr Erfolgsserien und Blockbuster made in Germany." Den Austausch mit den Medienkonzernen nannte er offen und konstruktiv. "Wir werden uns zeitnah wieder treffen, um ĂŒber weitere gemeinsame Schritten zu sprechen."
Vor dem Treffen hatte Weimer auch eine Verpflichtung oder Selbstverpflichtung der Konzerne zu Investitionen in Deutschland in den Raum gestellt. "Wer in Deutschland erfolgreich GeschÀfte macht, vom deutschen Markt und steuerfinanzierter Förderung profitiert, soll auch vermehrt in deutsche Filmproduktionen investieren", hatte er vorab erklÀrt. Von Verpflichtungen sprach er nach dem Treffen im Kanzleramt zunÀchst nicht. Eine mögliche Investitionsverpflichtung ist allerdings im Koalitionsvertrag erwÀhnt.
"Ans Publikum denken"
Zuletzt hatte Weimer Sorge um die deutsche Filmwirtschaft geĂ€uĂert. Der "Rheinischen Post" sagte er, in Deutschland wĂŒrden zu viele Filme am Publikum vorbeiproduziert. "Wer Filme macht, sollte vor allem ans Publikum denken", sagte er. Zugleich sprach er von strukturellen Verwerfungen durch Digitalplattformen und Streaminganbieter.
"Wir erleben einen revolutionĂ€ren Vorgang, weil fast das gesamte MediengeschĂ€ft von Entwicklung ĂŒber Produktion bis hin zur Auswertung vor massiven VerĂ€nderungen steht", sagte er. "Es entstehen hier faktisch Medienmonopole amerikanischer Herkunft. Und unser System ist nicht nur unter Druck, sondern ist in existenziellen Sorgen."
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