Abschneiden, Olympia

Politik unzufrieden mit deutschem Abschneiden bei Olympia

11.08.2024 - 09:57:22 | dts-nachrichtenagentur.de

Kurz vor dem Abschluss der Olympischen Spiele in Paris haben sich deutsche Politiker enttĂ€uscht ĂŒber das Abschneiden des deutschen Teams geĂ€ußert.

Stade de France (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Bei aller berechtigten Freude ĂŒber die Erfolge der deutschen Athleten und insbesondere mancher nicht erwarteten Medaillen dĂŒrfe dies nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass Deutschland seit den Spielen in Tokio vor drei Jahren gegenĂŒber anderen Nationen wie Italien, den Niederlanden, Frankreich oder Japan nicht aufgeholt, sondern weiter an Boden verloren habe, sagte der sportpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer, dem "Tagesspiegel". Der CSU-Politiker forderte Konsequenzen: "Wir brauchen daher eine schonungslose, ehrliche und substanziierte Analyse der Leistungen der deutschen Sportler und der Defizite in der Spitzensportförderung", sagte Mayer. Noch deutlicher wurde der CDU-Sportpolitiker Jens Lehmann, der als Bahnradsportler selbst zweimal Olympiasieger wurde. "Das deutsche Abschneiden bei den Olympischen Spielen kann nicht zufriedenstellen", sagte Lehmann dem "Tagesspiegel".

Damit setze sich ein Trend fort, der seit Jahren zu beobachten sei. "Sport ist ein Spiegel der Gesellschaft und im Medaillenspiegel zeigt sich, dass die Bereitschaft fĂŒr Leistung immer weiter nachlĂ€sst." Er beklagte, dass Kindern der Leistungswille abtrainiert werde und forderte einen Kurswechsel bei der Sportförderung: "Wir sollten uns grundlegend fragen, ob wir weiter die gesamte Breite des Sports fördern wollen oder ob wir StĂ€rken stĂ€rken sollten. Meiner Meinung kann man nicht alles haben, so werden wir nur einzelne Zufallstreffer landen", sagte Lehmann und ergĂ€nzte: "Es braucht wieder Sportarten, die typisch deutsch sind und wir Medaillen in Serie abrĂ€umen. Wenn wir uns fĂŒr die Olympischen Spiele 2040 bewerben, dann mĂŒssen wir uns endlich auf den Weg machen." Auch aus der Ampel kamen kritische Stimmen: "Insgesamt hat sich erneut gezeigt, dass wir im Spitzensport ein generelles, strukturelles Problem haben", sagte der sportpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Philipp Hartewig, dem "Tagesspiegel". Er sieht nicht fehlendes Geld als das drĂ€ngende Problem: "Wir haben ein System, das so bĂŒrokratisch ist, dass es sich selbst im Weg steht. VerbĂ€nde werden gegĂ€ngelt, indem sie alles einzeln abrechnen mĂŒssen oder es sich nicht einmal lohnt, Sponsoren zu suchen." Er hoffe, dass die Reform des Sportfördergesetzes, welches die Ampel sich vorgenommen hat, dabei helfe, den BĂŒrokratiewahnsinn zu beenden. "Wir mĂŒssen aber auch Themen wie Kindersport oder Trainerausbildung wieder stĂ€rker in den Fokus nehmen."

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