LĂ€nder wollen Zuschuss des Bundes bei Netzentgelten
Veröffentlicht am: 08.11.2024 um 17:26 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDamit sollen die Belastung von Verbrauchern und Industrie bei den Stromkosten begrenzt werden, wie aus einem Beschluss der Energieministerkonferenz in BrunsbĂŒttel hervorgeht. AuĂerdem sollen nach dem Willen der 16 Energieminister und -senatoren sowohl die Industrie als auch gröĂere Stromverbraucher wie E-Autos und WĂ€rmepumpen Anreize bekommen, den Strom in Zukunft flexibel immer dann abzunehmen, wenn viel erneuerbare Energien vorhanden sind.
Die Konferenz fasste insgesamt 17 BeschlĂŒsse. Dabei geht es auch um den weiterer Zubau der erneuerbaren Energien, der mindestens auf dem aktuellen Niveau gehalten werden solle. Auch soll mehr grĂŒne Energie in die Industrie, in den WĂ€rmesektor und in die MobilitĂ€t flieĂen.
Die LĂ€nder stehen nach Ăberzeugung des schleswig-holsteinischen Energieministers Tobias Goldschmidt (GrĂŒne) geschlossen hinter der Energiewende. Man habe ĂŒber Parteigrenzen hinweg entscheidende Weichen gestellt, von einem tragfĂ€higen Investitionsrahmen fĂŒr den raschen Erneuerbaren-Ausbau ĂŒber den Stromnetzausbau bis hin zum Wasserstoffhochlauf, sagte Goldschmidt zum Abschluss der Herbstkonferenz. "Wir unterstĂŒtzen geschlossen den Vorschlag des Bundeskanzlers und des Vizekanzlers (Robert Habeck), sehr kurzfristig MaĂnahmen zur Senkung der Netzentgelte zu ergreifen."
Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann (SPD) betonte, man könne sich angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen keine politischen Spielchen leisten. "Wir brauchen spĂŒrbare Entlastungen bei den Energiepreisen, insbesondere den Stromnetzentgelten. Es geht vor allem darum, ArbeitsplĂ€tze und WettbewerbsfĂ€higkeit von Unternehmen in Deutschland langfristig zu sichern."
Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger (Freie WĂ€hler) unterstrich die Notwendigkeit, die Ausschreibungen fĂŒr wasserstofffĂ€hige Gaskraftwerke zu beschleunigen. Die ersten Ausschreibungen mĂŒssten schon Anfang 2025 starten. "Es darf keinesfalls eine LĂŒcke bei der Stromversorgung entstehen."
