Burke, Stuttgart

Bremer Burke schockt Stuttgart mit spÀtem Siegtreffer

13.04.2025 - 17:25:43 | dpa.de

Lange sah es wenigstens nach einem Punktgewinn fĂŒr den VfB Stuttgart aus. Doch in Unterzahl verloren die Schwaben am Ende noch.

Jeff Chabot hat sich am Oberschenkel verletzt. - Foto: Tom Weller/dpa
Jeff Chabot hat sich am Oberschenkel verletzt. - Foto: Tom Weller/dpa

Der VfB Stuttgart hat in Unterzahl einen bitteren RĂŒckschlag im Kampf um das internationale GeschĂ€ft kassiert. Die Schwaben unterlagen dem SV Werder Bremen nach einem Platzverweis von U21-Nationalspieler Nick Woltemade und DoppeltorschĂŒtze Oliver Burke mit 1:2 (1:1). Die WeserstĂ€dter machten in der Tabelle dagegen einen kleinen Sprung und dĂŒrfen von der ersten Europapokal-Teilnahme seit der Saison 2010/11 trĂ€umen.

In einer flotten Begegnung gingen die Hausherren, deren Trainer Sebastian Hoeneß den Start einer Miniserie gefordert hatte, durch Leonidas Stergiou zwar in FĂŒhrung (19.). Werder kĂ€mpfte sich vor 60.000 Zuschauer aber noch im ersten Durchgang zurĂŒck und durfte dank Burkes ersten Treffer ĂŒber den Ausgleich jubeln (32.). Nach dem Platzverweis von U21-Nationalspieler Nick Woltemade in 65. Minute drehte Werder die Partie durch den zweiten Treffer des 28-jĂ€hrigen Schotten mit Ablauf der regulĂ€ren Spielzeit.

Sollte es mit dem anvisierten sechsten Tabellenrang aus Stuttgarter Sicht tatsĂ€chlich nicht klappen, könnten sie sich noch mit einem Sieg im Endspiel des DFB-Pokals am 24. Mai fĂŒr die Europa League qualifizieren. Im Berliner Olympiastadion trifft der deutsche Vizemeister als Favorit auf Drittligist Arminia Bielefeld.

Schon vor der Partie hatte Hoeneß vor der ansteigenden Form der Norddeutschen gewarnt. «Sie haben zwei Spiele gewonnen – das wird ihnen Auftrieb gegeben haben», sagte er mit Blick auf die zuletzt ĂŒberzeugenden Auftritte der WeserstĂ€dter bei Holstein Kiel (3:0) und gegen Eintracht Frankfurt (2:0). Dass diese Warnung berechtigt war, zeigte sich gleich zu Beginn. VfB-TorhĂŒter Alexander NĂŒbel musste sowohl gegen Burke (7.) ran als auch gegen Senne Lynen, dem nach einer Ecke der Ball an den RĂŒcken und von dort aus zu NĂŒbel prallte (9.). 

Woltemade-Schuss geblockt

Aber auch die Stuttgarter waren lĂ€ngst im Spiel angekommen. Woltemade - dank seiner FormstĂ€rke zuletzt in aller Munde - scheiterte mit einem Schussversuch, der von Amos Pieper geblockt wurde. Besser machte es Stergiou nur neun Minuten spĂ€ter. Der aufgerĂŒckte Außenverteidiger vollendete einen prĂ€zisen Pass von Angelo Stiller. 

Die Hausherren hatten das Spiel nach der FĂŒhrung etwas besser im Griff. Jamie Leweling verpasste allerdings das 2:0 - ein VersĂ€umnis, das sich rĂ€chen sollte. Lange hatte SVW-Coach Werner, die Schildkappe mit dem Werder-Wappen tief ins Gesicht gezogen, die Partie beinahe regungslos verfolgt. Doch als Burke nach einem von Finn Jeltsch verloren Zweikampf entwischte und ausglich, zeigte auch der 36-JĂ€hrige Emotionen. 

Chabot muss runter

Er hatte ein Àhnliches Auftreten wie beim 2:2 in der Hinrunde gefordert. «Wir wollen es von der Herangehensweise und QualitÀt wieder so machen, um wieder ein Spiel auf Augenhöhe herzustellen», hatte er gesagt. Und tatsÀchlich: Werder hatte weitere Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben. 

Die Stuttgarter mussten nach dem Gegentor einen weiteren RĂŒckschlag verdauen. Bei einem KlĂ€rungsversuch zog sich Abwehrchef Jeff Chabot eine Oberschenkelverletzung zu und musste ausgewechselt werden. 

Die erste Chance nach Wiederbeginn gehörte den Schwaben. In der 56. Minute tönten schon die ersten Takte der Torhymne aus den Lautsprechern. Doch die Musik verstummte schnell wieder, weil Woltemade am Ziel vorbeigeköpft hatte. Es war die letzte positive Aktion des StĂŒrmers, denn wenig spĂ€ter war die Partie fĂŒr ihn zu Ende. Schiedsrichter Daniel Schlager zeigte Woltemade die Gelb-Rote Karte. Werder drĂŒckte nun. Doch NĂŒbel parierte zunĂ€chst einige Chancen, ehe Burke mit seinem zweiten Treffer in der Nachspielzeit den Sieg fĂŒr die GĂ€ste perfekt machte.

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