SPD verlangt eine grundlegende Überarbeitung des Koalitionsvertrages

26.01.2020 - 10:36:38 | ad-hoc-news.de

Lars Klingbeil, GeneralsekretĂ€r der SPD, gibt bekannt, dass seine Partei in der nĂ€chsten Woche beim Koalitionsausschuss Änderungen anmelden wird, die ĂŒber das bereits bestehende Abkommen hinausgehen.

Unterschriften unter Koalitionsvertrag 2018-2021 - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Dabei wĂŒrden fĂŒr die SPD vier Themen im Vordergrund stehen, Ă€ußerte Klingbeil gegenĂŒber dem Nachrichtenportal T-Online. "Das betrifft Neuregelungen in den Bereichen Arbeitswelt, Digitalisierung, Investitionen und Klimaschutz. Bei diesen Agenden werde die SPD eindringlich fordern, dass es Korrekturen gibt, die weit ĂŒber den bestehenden Koalitionsvertrag reichen." Der SPD-GeneralsekretĂ€r wies mit Nachdruck auf das Thema Investitionen hin und warb fĂŒr das aus seiner Sicht notwendige "Jahrzehnt der Investitionen". Inzwischen wĂ€ren sich sĂ€mtliche Fachleute darĂŒber einig, dass in diesem Bereich dringend ein Wechsel erforderlich ist. Klingbeil merkte an, dass Olaf Scholz bis zum Jahr 2021 bereits Investitionen in Höhe von etwa 160 Milliarden Euro vorgesehen hat, mehr als in der vorangegangenen Legislaturperiode ausgegeben wurden. Die SPD setzt sich aber auf Dauer fĂŒr noch höhere Investitionen ein. Bislang wĂŒrden die Kommunen aufgrund fehlender Regelungen in diesem Sektor eher Stellen abbauen. Das Deutschland der Zukunft soll aber eine Dekade der Investitionen werden. DarĂŒber hinaus sagte Klingbeil zu, auch beim Thema Mindestlohn nachverhandeln zu wollen, da dieser entschieden heraufgesetzt werden mĂŒsse. "Sobald dazu der Bericht der Mindestlohnkommission auf dem Tisch liegt, wird die SPD den Meinungsaustausch innerhalb der Koalition suchen. Aufgabe der Politik ist es, sicherzustellen, dass Menschen, die tĂ€glich ihren Beitrag leisten, von einem angemessenen Lohn gut leben können. Die Erhöhung auf zwölf Euro Mindestlohn sei dafĂŒr ein guter Ansatz." Der Union lastet der SPD-Politiker an, sich nicht genĂŒgend fĂŒr eine steuerliche Erleichterung der Mitte einzusetzen. "Die SPD verlangt, dass der Spitzensteuersatz ab 90.000 Euro im Jahr ansetzt", so Klingbeil. Als Kompensation solle aber der Steuersatz fĂŒr Reiche in Deutschland erhöht werden. Dieses Ansinnen wurde seitens der SPD bereits in den Koalitionsverhandlungen unterbreitet, von der Union allerdings abgelehnt. Der SPD-GeneralsekretĂ€r fĂŒhrt weiter aus, dass derzeit nicht ersichtlich ist, dass die Union von ihrem bisherigen Standpunkt dazu abgewichen wĂ€re. Der Politiker erklĂ€rt weiter, dass hinsichtlich der Absichten des neuen SPD-FĂŒhrungsdoppels und den Bedingungen der Großen Koalition kein grundsĂ€tzlicher Gegensatz zu erkennen wĂ€re. Vielmehr sei auf dem SPD-Parteitag ein deutliches Votum gesetzt worden, die Regierung nicht zu verlassen, so der GeneralsekretĂ€r. UnabhĂ€ngig davon ist es laut Klingbeil aber naheliegend, dass von der neu gewĂ€hlten FĂŒhrungsspitze nunmehr Handeln und Ergebnisse erhofft werden. "Dazu ist es unerlĂ€sslich, sich im Kollektiv darauf abzustimmen, was im Kabinett durchsetzbar ist und was zusĂ€tzlich angestrebt werden soll. Das ist ein logischer Ansatz und stellt keinen Gegensatz dar", meint der Politiker. Immerhin hĂ€tte die SPD beim Klimaschutz, wo eine Korrektur zwischen Bund und LĂ€ndern zustande gekommen ist, ihre diesbezĂŒgliche Kompetenz unter Beweis gestellt.

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