SPD, CDU

Klingbeil bestÀtigt lauten Koalitionsstreit in Villa Borsig

28.04.2026 - 12:29:08 | dpa.de

Lautstarke Debatten, harte Forderungen und ein krĂ€ftiges Nein – der SPD-Chef berichtet, wie beim Spitzentreffen der Koalition vor gut zwei Wochen um Feiertage und SparplĂ€ne gestritten wurde.

Lars Klingbeil hat in Bielefeld bestÀtigt, dass es bei GesprÀchen mit der CDU sehr laut wurde.  - Foto: David Inderlied/dpa
Lars Klingbeil hat in Bielefeld bestÀtigt, dass es bei GesprÀchen mit der CDU sehr laut wurde. - Foto: David Inderlied/dpa

Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil hat bestĂ€tigt, dass es Mitte April beim Spitzentreffen der schwarz-roten Koalition in der Berliner Villa Borsig laut geworden ist. Es sei nicht schlimm, «wenn man mal angebrĂŒllt wird», sagte Klingbeil bei einer Klausurtagung der Bundestagsabgeordneten aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen in Bielefeld. 

Die CDU habe bei den Beratungen gefordert, den 1. Mai als Feiertag abzuschaffen oder bei der Finanzierung der Gesundheitsreform einen Karenztag bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einzufĂŒhren. Seine Co-Vorsitzende BĂ€rbel Bas, SPD-Fraktionschef Matthias Miersch und er hĂ€tten Nein gesagt und seien daraufhin angeschrien worden, so Klingbeil. 

Die Spitzen der Koalition von CDU und SPD hatten vor gut zwei Wochen bis in die Nacht in der Berliner Villa Borsig ĂŒber die Energiepreiskrise und anstehende Reformprojekte beraten. Mehrere Medien hatten ĂŒber lauten Streit berichtet, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Klingbeil hĂ€tten sich angeschrien, hieß es. 

Eigene WĂ€hler auch betroffen

Der Finanzminister betonte vor den Abgeordneten in Bielefeld, dass die eigenen WĂ€hler bei den anstehenden Reformen und nötigen Einsparungen von 60 Milliarden Euro im Haushalt nicht verschont werden könnten. Es mĂŒsse bei allen nötigen Kompromissen gerecht zu gehen. «Aber wir dĂŒrfen uns nicht hinstellen und so tun, dass unsere Leute nicht betroffen sind.» 

Der CDU warf er beim Thema Abbau von Subventionen vor, starke Überschriften zu liefern. Bei konkreten Nachfragen, welche Subventionen denn abgebaut werden sollen, wĂŒrden seine GesprĂ€chspartner allerdings dann wenig Überzeugendes liefern. 

Die Bundesregierung will das Sparpaket fĂŒr die Krankversicherungen an diesem Mittwoch zusammen mit dem Haushalt im Kabinett beschließen

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