Lettland will Ostgrenze gegen Angriffe sichern
25.04.2025 - 06:40:24 | dpa.de"Die Arbeiten verlaufen planmĂ€Ăig", sagte er bei einem Ortstermin auf einem Lagerplatz in Zilupe.
Dort werden zahlreiche Beton- und Panzersperren gelagert, die zur Befestigung und Sicherung der Ostgrenze Lettlands aufgestellt werden sollen. Die Arbeiten dienen der Schaffung der baltischen Verteidigungslinie, mit der Lettland und dessen Nachbarstaaten Estland und Litauen sich vor möglichen Angriffen schĂŒtzen wollen.
Mit den Schutzanlagen soll die lettische Armee nach Angaben von Spruds in die Lage versetzt werden, das Land und seine Bevölkerung vom ersten Zentimeter an zu verteidigen. "Das Hauptziel besteht darin, einen potenziellen Eindringling aufzuhalten, abzulenken und zu vernichten", betonte er. Auch PanzergrĂ€ben, Munitionsdepots und Minenlager sollen dazu errichtet werden. An einigen Abschnitten der insgesamt 400 Kilometer langen Grenze zu Russland und Belarus, die auch eine EU-AuĂengrenze ist, sei der Bau der Linie bereits abgeschlossen.
Lettlands Regierung hatte im Vorjahr beschlossen, bis 2028 gut 300 Millionen Euro in die StĂ€rkung der Grenze und den Bau der mit den Nato-VerteidigungsplĂ€nen im Einklang stehenden Verteidigungslinie zu investieren. In diesem Jahr sollen dafĂŒr 45 Millionen Euro bereitstehen, mit denen unter anderem Minen und Sensorsystemen angeschafft werden sollen. Neben der militĂ€rischen Infrastruktur soll auch die Luftverteidigung und die Zusammenarbeit mit der lokalen Industrie gestĂ€rkt werden.
Langfristige StÀrkung der Grenze als Daueraufgabe
Lettlands Armeechef Kaspars Pudans sagte, bei der Entwicklung der Verteidigungslinie orientierten sich die baltischen Staaten an den Lehren des Krieges in der Ukraine. Auch wĂŒrden die FĂ€higkeiten und geografischen Gegebenheiten der drei Nachbarstaaten berĂŒcksichtigt werden. "Das GelĂ€nde ist unser Vorteil - wir entscheiden, wo im Ernstfall gekĂ€mpft wird", sagte der Befehlshaber der lettischen StreitkrĂ€fte.
Spruds verwies darauf, dass die StÀrkung der Grenze eine Daueraufgabe sei - selbst nach der Fertigstellung der Verteidigungslinie. "Unsere Grenze zu einem imperialistisch gesinnten Nachbarn muss langfristig gestÀrkt werden", betonte er. Wegen der russischen Invasion in die Ukraine sehen sich die baltischen Staaten bedroht.
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