Ukraine: Litauens MinisterprÀsidentin Simonyte gegen roten Linien
15.03.2024 - 16:35:23
"Wichtig ist, dass wir uns selbst keine roten Linien auferlegen, denn Putin kennt keine roten Linien", sagte sie der "SĂŒddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). Er sei es, der jede zweite Woche ĂŒber Atomwaffen spreche.
"Wir sollten nicht sagen, wir werden dieses tun, jenes aber niemals. Dann kann uns Putin lesen wie ein Buch", erlÀuterte sie.
"Er schlĂ€gt es auf und sieht, was wir alles nicht tun werden, aber das beeinflusst sein Handeln in keiner Weise." So hĂ€lt sie die Auflage fĂŒr falsch, dass die Ukraine vom Westen gelieferte Waffen nur auf dem eigenen Territorium einsetzen darf. "Was ist das fĂŒr eine Logik, dass die Ukraine diesen Krieg nur auf ihrem Territorium fĂŒhren soll, wĂ€hrend Russland ihre StĂ€dte zerstört?", fragte Simonyte. "Wir sagen damit letztlich, die Ukraine hat zwar irgendwie ein Recht, sich zu verteidigen, aber nicht mit allen Mitteln. Dabei ist die UN-Charta da völlig eindeutig." Sie finde solche Debatten vor allem mit Blick auf die Krim "verstörend, denn sie ist völlig unstrittig Teil der Ukraine und hat groĂe strategische Bedeutung fĂŒr sie".


