Israel, PalÀstinensergebiete

Abbas fordert Freilassung von Gefangenen und HĂ€ftlingen

14.10.2023 - 23:27:35

Mahmud Abbas, PrÀsident der PalÀstinensischen Autonomiebehörde, soll in einem Telefonat mit US-PrÀsident Joe Biden die Freilassung von Gefangenen gefordert haben - allerdings offenbar auf beiden Seiten.

Wie in den letzten Tagen seit dem Überfall der radikal-islamistischen Hamas kam Abbas eine eindeutige Verurteilung des aus dem PalĂ€stinensergebiet gestarteten Angriffs aber offenbar nicht ĂŒber die Lippen, er verband seine Äußerungen stattdessen konsequent mit Forderungen an Israel. Nach Angaben der palĂ€stinensischen Nachrichtenagentur Wafa soll Abbas im GesprĂ€ch mit Biden die "Tötung oder Misshandlung von Zivilisten auf beiden Seiten" abgelehnt haben, verbunden mit der Forderung nach "Freilassung von Zivilisten, Gefangenen und HĂ€ftlingen".

Damit spielt er offenbar auf die von der Hamas als Geiseln genommenen Zivilisten ebenso an wie auf PalĂ€stinenser, die als Terroristen in israelischen GefĂ€ngnissen sitzen. "Er betonte die Bereitschaft der palĂ€stinensischen Seite, sich so schnell wie möglich fĂŒr einen gerechten und umfassenden Frieden in unserer Region einzusetzen, und betonte, dass Sicherheit und Frieden nur erreicht werden können, wenn dem palĂ€stinensischen Volk alle legitimen Rechte gewĂ€hrt werden", zitiert Wafa de PalĂ€stinenserprĂ€sident weiter. PalĂ€stinenser dĂŒrften aus dem Gazastreifen nicht vertrieben werden. Einerseits gehört Abbas der Fatah an, die mit der Hamas verfeindet ist, andererseits scheint die Ablehnung Israels so stark zu ĂŒberwiegen, dass er nach dem Überfall vor einer Woche zunĂ€chst schwieg. Die radikal-islamistische Hamas hatte am Samstagmorgen ĂŒberraschend vom Gazastreifen aus zahlreiche Ziele in Israel angegriffen, wobei ĂŒber 1.300 Menschen ums Leben kamen, darunter auch ĂŒber 250 ĂŒberwiegend junge Leute, die auf einem Musikfestival regelrecht massakriert wurden. Bei GegenschlĂ€gen der israelischen Armee starben nach palĂ€stinensischen Angaben mittlerweile ĂŒber 2.200 Menschen.

@ dts-nachrichtenagentur.de