0:3 - Kiel zu schwach fĂŒr Mainzer AuswĂ€rtsspezialisten
24.11.2024 - 17:21:13Der FSV Mainz 05 bleibt in der Fremde eine Macht. Das Team von Trainer Bo Henriksen lieĂ sich in der FuĂball-Bundesliga auch von Holstein Kiel nicht stoppen. Die Rheinhessen setzten sich souverĂ€n mit 3:0 (2:0) beim enttĂ€uschenden Aufsteiger durch und sind seit nunmehr neun AuswĂ€rtsspielen saisonĂŒbergreifend ungeschlagen.
Nadiem Amiri (11. Minute) mit seinem dritten Saisontor und Jung-Nationalspieler Jonathan Burkardt (37.) per Handelfmeter sorgten schon vor der Pause fĂŒr die sichere FĂŒhrung. Der Ex-Kieler Jae Sung Lee (53.) beseitigte mit seinem ebenfalls dritten Saisontreffer die letzten Zweifel. Die Mainzer waren in allen Belangen ĂŒberlegen und festigten ihren Platz im oberen Tabellenmittelfeld.
Kieler erschreckend schwachÂ
Dagegen zeigten die Kieler drei Wochen nach dem ersten Bundesliga-Sieg in ihrer Club-Geschichte (1:0 gegen den 1. FC Heidenheim) vor allem in der ersten Halbzeit eine kaum erstliga-taugliche Leistung und sind als Tabellen-17. weiter auf einem Abstiegsplatz.
Zu Beginn lieĂen die Gastgeber vor 14.906 Zuschauern die Mainzer kommen. Die GĂ€ste gaben den Norddeutschen mit ihrem frĂŒhen Pressing aber auch kaum Raum zur Entfaltung. In den ersten zehn Minuten erspielte sich der FSV schon einen Ballbesitz von 60 Prozent. Nach vier Minuten hatte das Team durch Burkardt bereits die erste Chance, er schoss den Ball aber ĂŒbers Tor.
Wenig spĂ€ter schlug fĂŒr die Kieler wieder der Fluch der frĂŒhen Gegentore zu, als Amiri die bis dahin beste Kombination der Mainzer erfolgreich vollendete. Es war der neunte Gegentreffer in den ersten 20 Minuten im elften Ligaspiel.
Holstein-Trainer Rapp reagiert mit zwei WechselnÂ
Nach dem RĂŒckstand schien es kurzzeitig, dass die KSV Holstein allmĂ€hlich aufwacht. Doch der Aufsteiger war weiter zu harmlos. Auch die RĂŒckkehr von KapitĂ€n Lewis Holtby nach einer Verletzung brachte nichts. Die Mainzer hatten kaum MĂŒhe, die Partie zu kontrollieren. Sie hatten sogar die Möglichkeit zu erhöhen: Amiri (32.) setzte bei einem FreistoĂ den Ball an die Latte.
Kiels Trainer Marcel Rapp reagierte auf die desolate Vorstellung seiner Mannschaft. FĂŒr Angreifer Shuto Machino und Defensivspieler Tymoteusz Puchacz brachte er Finn Porath und Armin Gigovic (33.). Nur zwei Minuten spĂ€ter verursachte ausgerechnet Gigovic den Handelfmeter, den Burkardt zu seinem siebten Saisontor nutzte.
Mainz auch im zweiten Abschnitt souverĂ€nÂ
An den KrĂ€fteverhĂ€ltnissen auf dem Platz Ă€nderte sich auch nach der Pause nichts. Die Mainzer waren taktisch, technisch, spielerisch besser als ihr Gegner. Sie lieĂen den Ball durch ihre Reihen laufen, ohne groĂ gestört zu werden. Lees Kopfballtor war die logische Folge der Ăberlegenheit des FSV. Aus Verbundenheit zu seinem frĂŒheren Verein verzichtete der Koreaner auf ausgiebigen Jubel.
Einen Schreckmoment gab es noch fĂŒr die Mainzer: Burkardt (80.) musste mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden. Zuvor hatte er erneut ins Tor getroffen, stand aber dabei im Abseits.


