Schwesig kritisiert Warkens Pflegereform als schweren Fehler
05.06.2026 - 06:27:02 | dts-nachrichtenagentur.deWarken plant fĂŒr 2027 höhere Einnahmen und KĂŒrzungen in der Pflegeversicherung mit einem Gesamtvolumen von 11,25 Milliarden Euro. Die jĂ€hrliche Finanzwirkung der Reform steigt laut Gesetzentwurf bis 2030 auf 20,34 Milliarden Euro.
Was Warken vorgelegt habe, sei "keine Reform, sondern ein Belastungspaket", so Schwesig. Sie kritisiert vor allem, dass Heimbewohner und ihre Kinder höhere Lasten tragen sollen. Die Pflegekassen sollen nach den PlĂ€nen Warkens kĂŒnftig geringere RentenbeitrĂ€ge fĂŒr pflegende Angehörige zahlen. Das soll die Pflegekassen im kommenden Jahr um 1,8 Milliarden Euro entlasten und in gleichmĂ€Ăigen Schritten bis 2030 auf 2,1 Milliarden Euro ansteigen.
In Mecklenburg-Vorpommern liege der Eigenanteil fĂŒr einen Heimplatz im ersten Jahr durchschnittlich bei 2.903 Euro pro Monat. "Das ist weit mehr, als die Ă€lteren Menschen in unserem Land an Alterseinkommen haben", sagte Schwesig. Eine Pflegereform, die dazu fĂŒhre, dass Pflege unbezahlbar werde, sei keine Reform.
Auch die geplante Aussetzung der Kopplung der Pflege an die Zahlung von Tariflöhnen oder tarifgleichen Löhnen sei falsch, so Schwesig. Man habe das mĂŒhsam eingefĂŒhrt, damit in der Pflege ordentlich bezahlt werde. Pflege sei eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die angemessen entlohnt werden mĂŒsse.
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