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Rente mit 63: HĂ€lfte der Frauen bleibt unter 1.450 Euro

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Mehr als jede zweite Frau, die von der Rente fĂŒr besonders langjĂ€hrig Versicherte profitiert, erhĂ€lt einen Rentenzahlbetrag von weniger als 1.450 Euro im Monat.

Rente mit 63: HĂ€lfte der Frauen bleibt unter 1.450 Euro
Seniorin (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das geht aus Antworten des Bundesarbeitsministeriums auf eine schriftliche Frage der Linken hervor, aus denen die "Rheinische Post" berichtet. Das Ministerium beruft sich dabei auf eine Statistik der Deutschen Rentenversicherung.

Demnach bekamen im vergangenen Jahr 53,6 Prozent der Frauen, die eine Rente nach 45 Versicherungsjahren bezogen, einen Betrag von weniger als 1.450 Euro. Bei den MĂ€nnern bekamen bundesweit 21,5 Prozent weniger als 1.450 Euro, was ohne weiteres Einkommen unterhalb der Armutsgrenze wĂ€re. GrundsĂ€tzlich könne aus der Höhe der Altersrente aber nicht auf die Höhe des Alterseinkommens geschlossen werden, da weitere Einkommen nicht berĂŒcksichtigt seien, so die Bundesregierung in ihrer Antwort.

Vor allem in Ostdeutschland fallen die ZahlbetrÀge vergleichsweise niedrig aus. So erhielten in Sachsen-Anhalt zuletzt fast 40 Prozent der MÀnner einen Zahlbetrag von unter 1.450 Euro, in Sachsen waren es fast 45 Prozent. Dagegen lagen in NRW 15,3 Prozent der mÀnnlichen Rentner nach 45 Beitragsjahren bei weniger als 1.450 Euro im Monat.

Die Linken-Politikerin Mandy Eißing, Sprecherin der Bundestagsfraktion fĂŒr Ostdeutschland, warnte angesichts der Zahlen: "Eine Abschaffung der Rente fĂŒr besonders langjĂ€hrig Versicherte wĂŒrde den Osten mit voller HĂ€rte treffen." Gerade im Osten, wo sehr viele Menschen allein auf die gesetzliche Rente angewiesen seien, wĂŒrden sich AbschlĂ€ge deutlich bemerkbar machen, kritisierte sie.

Die rentenpolitische Sprecherin der Linken, Sarah Vollath, Ă€ußerte sich Ă€hnlich. Wenn die Regierung die Rente fĂŒr besonders langjĂ€hrig Versicherte abschaffe, mute sie den Menschen in Zukunft AbschlĂ€ge zu - und damit noch niedrigere Renten. Das sei nichts anderes als eine RentenkĂŒrzung und eine Aberkennung der Lebensleistung von vielen fleißigen BeschĂ€ftigten in diesem Land, kritisierte Vollath.

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