Noch ein Drittel der HochschulfÀcher mit ZugangsbeschrÀnkung
01.07.2025 - 09:00:40Der Anteil von StudienfĂ€chern mit ZugangsbeschrĂ€nkungen geht in Deutschland weiter zurĂŒck. Wer sich zum Wintersemester 2025/2026 an einer UniversitĂ€t oder Hochschule einschreiben will, muss bei rund einem Drittel der Angebote (32,5 Prozent) mit einem Numerus Clausus (NC) oder einem Eignungstest rechnen. Das ergab eine Analyse des Centrums fĂŒr Hochschulentwicklung (CHE). Im Vergleichszeitraum 2024/2025 lag die Quote 2,7 Prozentpunkt höher. Vor zehn Jahren lag die Quote bei 42 Prozent.Â
«Die meisten Studierenden in Deutschland können mittlerweile das Fach ihrer Wahl auch an ihrer Wunschhochschule studieren», erklÀrt CHE-Experte Cort-Denis Hachmeister laut Mitteilung. Selbst bei bundesweit zugangsbeschrÀnkten StudienfÀchern wie Medizin oder Pharmazie verbessere sich das VerhÀltnis von Bewerberinnen und Bewerbern zu StudienplÀtzen zugunsten der Studierenden.
Laut CHE liegt das am RĂŒckgang der Erstsemesterzahlen und der Zunahme der Studienangebote. Pro Jahr starten demnach rund 800.000 Studierende ein Grund- oder weiterfĂŒhrendes Studium. Sie können unter mehr als 22.000 Angeboten wĂ€hlen.Â
Spitzenreiter Berlin und Baden-WĂŒrttemberg
Je nach Region und Stadt gibt es allerdings groĂe Unterschiede: In Berlin und Baden-WĂŒrttemberg sind im kommenden Wintersemester mit 54,4 und 50,2 Prozent mehr als die HĂ€lfte der Angebote zugangsbeschrĂ€nkt. Der bisherige Spitzenreiter Hamburg (49,2) hat den Anteil zugangsfreier Angebote deutlich ausgebaut. Die wenigsten BeschrĂ€nkungen gibt es im Schnitt in ThĂŒringen (18,0), Rheinland-Pfalz (17,7) und Brandenburg (17,4).Â
Unterschiedliche Quote je nach Fach
Aber nicht nur der Studienort spielt eine Rolle, sondern auch das Fach und die Art der Hochschule. Bei den Ingenieurswissenschaften stehen mehr als drei Viertel der Angebote den Erstsemestern unabhÀngig von ihrer Abiturnote offen. Bei den Rechts-., Wirtschafts-, Gesellschafts-, und Sozialwissenschaften haben dagegen knapp 40 Prozent der StudiengÀnge eine ZugangsbeschrÀnkung. BachelorstudiengÀnge zum Auftakt des Studiums haben mit 30,6 Prozent eine niedrigere Quote als MasterstudiengÀnge (33,8 Prozent).
Grundlage der Analyse sind Angaben der Hochschulen. Sind Studienangebote zulassungsfrei, wird weder eine Höchstzahl von StudienanfĂ€ngern festgelegt und ĂŒber die Abiturnote (Numerus Clausus) gesteuert, noch findet ein Eignungstest statt. Wer die Zugangsvoraussetzung wie Abitur oder Bachelorabschluss erfĂŒllt, kann sich direkt einschreiben.
Das CHE ist eine gemeinsame Tochter der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).


