Mehr MĂ€nner in jungen Altersgruppen, mehr Frauen im Alter
Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 08:09 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSIn Deutschland sind MĂ€nner in den jĂŒngeren Altersgruppen weiter in der Ăberzahl, wĂ€hrend bei den Ălteren Frauen dominieren. Zum Jahresende 2025 kamen bei den 18- bis 29-JĂ€hrigen deutschlandweit 912 Frauen auf 1.000 MĂ€nner, bei den mindestens 65-JĂ€hrigen dagegen 1.260 Frauen auf 1.000 MĂ€nner.
Junge MÀnner, Àltere Frauen
Insgesamt lebten bundesweit 1.027 Frauen auf 1.000 MÀnner. Bei den Unter-18-JÀhrigen lag das VerhÀltnis bei 947 Frauen auf 1.000 MÀnner, bei den 30- bis 49-JÀhrigen bei 969 Frauen auf 1.000 MÀnner. Als Ursachen nennt die Auswertung unter anderem den höheren Jungenanteil bei Geburten sowie eine stÀrkere Zuwanderung von MÀnnern.
Bei den ĂŒber 50-JĂ€hrigen dreht sich das Bild um. Dort wirken die höhere Lebenserwartung von Frauen und die höhere Abwanderung von MĂ€nnern auf das VerhĂ€ltnis zugunsten der Frauen.
Deutliche Unterschiede nach Bundesland
Auch regional fallen die Unterschiede klar aus. Frauen waren zuletzt in allen BundeslĂ€ndern in der Ăberzahl, am stĂ€rksten in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Am ausgeglichensten war das VerhĂ€ltnis in Baden-WĂŒrttemberg, Bayern und Bremen.
In den jĂŒngeren Altersgruppen waren MĂ€nner in allen BundeslĂ€ndern in der Ăberzahl. Besonders ausgeprĂ€gt war das bei den 18- bis 29-JĂ€hrigen in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und ThĂŒringen. Bei den 50- bis 64-JĂ€hrigen zeigte sich ein MĂ€nnerĂŒberhang nur noch in den fĂŒnf östlichen FlĂ€chenlĂ€ndern.
Folgen der Bevölkerungsstruktur
Die Zahlen verweisen auf langfristige demografische Verschiebungen, die sich aus Geburten, Migration und Lebenserwartung zusammensetzen. FĂŒr Regionen mit starkem FrauenĂŒberschuss im höheren Alter hat das Folgen fĂŒr Haushalte, Pflege und lokale Infrastruktur, wĂ€hrend ein MĂ€nnerĂŒberschuss in jĂŒngeren Gruppen vor allem den Ausbildungs-, Arbeits- und Wohnungsmarkt prĂ€gt.
Dass die ostdeutschen LĂ€nder bei den jĂŒngeren und mittleren JahrgĂ€ngen teils deutliche Abweichungen zeigen, hĂ€ngt auch mit Wanderungsbewegungen seit den 1990er-Jahren zusammen. FĂŒr die Einordnung wichtig ist zudem, dass sich das VerhĂ€ltnis nicht nur zwischen Ost und West, sondern auch zwischen Stadtstaaten und FlĂ€chenlĂ€ndern unterscheidet.
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Die Zahlen von Destatis zeigen ein demografisches Grundmuster, das in Deutschland seit Jahren gilt: In den jĂŒngeren JahrgĂ€ngen gibt es mehr MĂ€nner, in den Ă€lteren deutlich mehr Frauen. FĂŒr Leser ist das vor allem deshalb relevant, weil sich daran regionale Unterschiede, Wanderungsbewegungen und die Alterung der Bevölkerung ablesen lassen. Besonders in den ostdeutschen FlĂ€chenlĂ€ndern und in den Stadtstaaten wirkt sich die Bevölkerungsstruktur spĂŒrbar auf das GeschlechterverhĂ€ltnis aus.
