Studienangebote, Erstsemesterzahlen

Nur ein Drittel der Studienangebote ist zulassungsbeschrÀnkt

02.07.2024 - 09:00:41

Mehr Studienangebote, sinkende Erstsemesterzahlen: Die Zulassung zum Studium wird seit einigen Jahren seltener beschrÀnkt. Die Chancen auf einen Platz im Wunschfach sind laut einer Studie aktuell gut.

Im kommenden Wintersemester gibt es nur noch fĂŒr gut ein Drittel aller StudiengĂ€nge bundesweit eine ZugangsbeschrĂ€nkung. Die Quote von Studienangeboten mit einem Numerus Clausus oder einem Eignungsfeststellungsverfahren sinkt seit Jahren kontinuierlich, berichtete das CHE Centrum fĂŒr Hochschulentwicklung. Zum WS 2024/25 werde der Anteil bei 35,2 Prozent liegen und damit 2,7 Punkte niedriger als ein Jahr zuvor. Je nach Bundesland und Studiengang seien die Unterschiede aber teils erheblich.

Die höchsten Anteile zugangsbeschrĂ€nkter StudiengĂ€nge gibt es in Hamburg, Berlin und Baden-WĂŒrttemberg, wo noch mehr als die HĂ€lfte der Studienangebote zugangsbeschrĂ€nkt sind. Hamburg habe mit einer Quote von 62,4 Prozent dabei den höchsten Anteil im LĂ€ndervergleich. Beste Chancen auf einen Studienplatz bestehen in Rheinland-Pfalz und ThĂŒringen, wo nicht einmal jedes fĂŒnfte Studienangebot einen Numerus Clausus oder eine EignungsprĂŒfung erfordert.

«Wir beobachten seit Jahren einen RĂŒckgang der zugangsbeschrĂ€nkten Studienangebote in Deutschland», sagte Studienleiter Cort-Denis Hachmeister. Das lasse sich zum Großteil auf den RĂŒckgang der Erstsemesterzahlen und den gleichzeitigen Ausbau der Studienangebote zurĂŒckfĂŒhren. «Die Aussichten fĂŒr Studieninteressierte auf einen Studienplatz im Wunschfach sind aktuell so gut wie nie.» 

Sogar die Chancen auf einen Medizin-Studienplatz sind gestiegen

Selbst in den bundesweit zulassungsbeschrÀnkten FÀchern wie Medizin habe sich das VerhÀltnis von StudienplÀtzen zu Bewerberinnen und Bewerbern deutlich verbessert. Auf einen Studienplatz im zentralen Bewerbungsverfahren in den FÀchern Pharmazie und Human-, Tier- oder Zahnmedizin kommen aktuell im Durchschnitt 2,8 Bewerber. 

In den Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften sind bundesweit 41,6 Prozent aller Studienangebote zugangsbeschrĂ€nkt. In den Sprach- und Kulturwissenschaften stehen dagegen rund vier FĂŒnftel der Angebote allen Erstsemestern unabhĂ€ngig von Abiturnote oder anderen Eignungskriterien offen.

ZugangsbeschrĂ€nkungen finden sich tendenziell hĂ€ufiger in großen StĂ€dten, aber auch in typischen «StudentenstĂ€dten» wie Konstanz, Freiburg, Göttingen oder Heidelberg.

@ dpa.de