BundeslÀnder wollen Zahl der AbschiebehaftplÀtze erhöhen
14.08.2025 - 08:08:00"Ebenso sind die KapazitĂ€ten der anderen BundeslĂ€nder regelmĂ€Ăig ausgeschöpft", so die Sprecherin. Zum Stichtag 5. August hĂ€tten sich insgesamt 151 Ausreisepflichtige in der Unterbringungseinrichtung BĂŒren gefunden. Das entspreche einer Auslastung von rund 86 Prozent bei einer HaftplatzkapazitĂ€t von 175 PlĂ€tzen. Nordrhein-Westfalen plant die Einrichtung weiterer HaftplĂ€tze in einer neuen Einrichtung in Mönchengladbach, Bayern will das am neuen Standort Passau tun, Sachsen-Anhalt in Volkstedt. In Volkstedt sollen in dem Bundesland, das bislang keine eigene Abschiebehafteinrichtung hat, 30 HaftplĂ€tze entstehen. Im bayerischen Passau sind im Rahmen eines Neubauvorhabens 100 HaftplĂ€tze fĂŒr abzuschiebende MĂ€nner geplant. "Ein zusĂ€tzliches UnterkunftsgebĂ€ude mit weiteren 100 HaftplĂ€tzen kann variabel entweder fĂŒr den Vollzug von Untersuchungs- und Strafhaft oder von Abschiebungshaft genutzt werden", sagte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums. Das Innenministerium Brandenburgs teilte mit: "Der voraussichtliche Bedarf hinsichtlich der erforderlichen GröĂe beziehungsweise KapazitĂ€t sowie konzeptionelle Fragen fĂŒr eine Abschiebungshaft-Einrichtung in Brandenburg werden derzeit geprĂŒft." Rheinland-Pfalz will seine eigenen KapazitĂ€ten kĂŒnftig selbst nutzen und nicht lĂ€nger auch anderen LĂ€ndern zur VerfĂŒgung stellen. Ein Sprecher des Justizministeriums in Schleswig-Holstein sagte: "Eine Ausweitung ist in der Form geplant, dass in der Einrichtung in GlĂŒckstadt die maximalen KapazitĂ€ten von 60 UnterbringungsplĂ€tzen zur VerfĂŒgung stehen sollen. Diese können genutzt werden, wenn der entsprechende Personalaufwuchs erfolgt ist." Aktuell verfĂŒgen elf der 16 BundeslĂ€nder ĂŒber eigene Abschiebehaft-Einrichtungen, seit dieser Woche erstmals auch ThĂŒringen mit vorerst zehn PlĂ€tzen, die auf 37 PlĂ€tze aufgestockt werden sollen. Bundesweit gibt es damit zwölf dieser Einrichtungen - Bayern betreibt zwei - mit insgesamt knapp 790 HaftplĂ€tzen. Hamburg, das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern wollen weiterhin AbschiebehaftplĂ€tze in anderen BundeslĂ€ndern nutzen. Nach einer Umfrage der "Welt" unter den BundeslĂ€ndern verfĂŒgen die derzeit ĂŒber folgende Zahlen von AbschiebehaftplĂ€tzen: Hamburg 21 PlĂ€tze in den Abschiebehafteinrichtungen GlĂŒckstadt (16) und Darmstadt (5). NRW: 175 PlĂ€tze in BĂŒren. Baden-WĂŒrttemberg verfĂŒgt ĂŒber 51 HaftplĂ€tze in Pforzheim. Niedersachsen: 48 HaftplĂ€tze in Hannover. In Bayern gibt es an den Standorten EichstĂ€tt und Hof insgesamt 240 HaftplĂ€tze, in Berlin zehn, in Bremen 17, in Sachsen 58, im hessischen Darmstadt 80 PlĂ€tze, in Rheinland-Pfalz (Ingelheim) 40 PlĂ€tze, in Mecklenburg-Vorpommern 14 in der Abschiebungshaftanstalt von Schleswig-Holstein in GlĂŒckstadt.


