BundeslÀnder, Zahl

BundeslÀnder wollen Zahl der AbschiebehaftplÀtze erhöhen

14.08.2025 - 08:08:00

Mehrere BundeslÀnder wollen die Zahl ihrer AbschiebehaftplÀtze aufstocken.

Das berichtet die "Welt". Eine Sprecherin des Flucht- und Integrationsministeriums von Nordrhein-Westfalen sagte demnach, dass es "bundesweit - in allen BundeslĂ€ndern - einen gestiegenen Bedarf an HaftplĂ€tzen gibt, und damit auch in NRW". So sei die Zahl der ausreisepflichtigen Personen in der Unterbringungseinrichtung fĂŒr Ausreisepflichtige in BĂŒren von 2023 auf 2024 um fast 40 Prozent gestiegen.

"Ebenso sind die KapazitĂ€ten der anderen BundeslĂ€nder regelmĂ€ĂŸig ausgeschöpft", so die Sprecherin. Zum Stichtag 5. August hĂ€tten sich insgesamt 151 Ausreisepflichtige in der Unterbringungseinrichtung BĂŒren gefunden. Das entspreche einer Auslastung von rund 86 Prozent bei einer HaftplatzkapazitĂ€t von 175 PlĂ€tzen. Nordrhein-Westfalen plant die Einrichtung weiterer HaftplĂ€tze in einer neuen Einrichtung in Mönchengladbach, Bayern will das am neuen Standort Passau tun, Sachsen-Anhalt in Volkstedt. In Volkstedt sollen in dem Bundesland, das bislang keine eigene Abschiebehafteinrichtung hat, 30 HaftplĂ€tze entstehen. Im bayerischen Passau sind im Rahmen eines Neubauvorhabens 100 HaftplĂ€tze fĂŒr abzuschiebende MĂ€nner geplant. "Ein zusĂ€tzliches UnterkunftsgebĂ€ude mit weiteren 100 HaftplĂ€tzen kann variabel entweder fĂŒr den Vollzug von Untersuchungs- und Strafhaft oder von Abschiebungshaft genutzt werden", sagte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums. Das Innenministerium Brandenburgs teilte mit: "Der voraussichtliche Bedarf hinsichtlich der erforderlichen GrĂ¶ĂŸe beziehungsweise KapazitĂ€t sowie konzeptionelle Fragen fĂŒr eine Abschiebungshaft-Einrichtung in Brandenburg werden derzeit geprĂŒft." Rheinland-Pfalz will seine eigenen KapazitĂ€ten kĂŒnftig selbst nutzen und nicht lĂ€nger auch anderen LĂ€ndern zur VerfĂŒgung stellen. Ein Sprecher des Justizministeriums in Schleswig-Holstein sagte: "Eine Ausweitung ist in der Form geplant, dass in der Einrichtung in GlĂŒckstadt die maximalen KapazitĂ€ten von 60 UnterbringungsplĂ€tzen zur VerfĂŒgung stehen sollen. Diese können genutzt werden, wenn der entsprechende Personalaufwuchs erfolgt ist." Aktuell verfĂŒgen elf der 16 BundeslĂ€nder ĂŒber eigene Abschiebehaft-Einrichtungen, seit dieser Woche erstmals auch ThĂŒringen mit vorerst zehn PlĂ€tzen, die auf 37 PlĂ€tze aufgestockt werden sollen. Bundesweit gibt es damit zwölf dieser Einrichtungen - Bayern betreibt zwei - mit insgesamt knapp 790 HaftplĂ€tzen. Hamburg, das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern wollen weiterhin AbschiebehaftplĂ€tze in anderen BundeslĂ€ndern nutzen. Nach einer Umfrage der "Welt" unter den BundeslĂ€ndern verfĂŒgen die derzeit ĂŒber folgende Zahlen von AbschiebehaftplĂ€tzen: Hamburg 21 PlĂ€tze in den Abschiebehafteinrichtungen GlĂŒckstadt (16) und Darmstadt (5). NRW: 175 PlĂ€tze in BĂŒren. Baden-WĂŒrttemberg verfĂŒgt ĂŒber 51 HaftplĂ€tze in Pforzheim. Niedersachsen: 48 HaftplĂ€tze in Hannover. In Bayern gibt es an den Standorten EichstĂ€tt und Hof insgesamt 240 HaftplĂ€tze, in Berlin zehn, in Bremen 17, in Sachsen 58, im hessischen Darmstadt 80 PlĂ€tze, in Rheinland-Pfalz (Ingelheim) 40 PlĂ€tze, in Mecklenburg-Vorpommern 14 in der Abschiebungshaftanstalt von Schleswig-Holstein in GlĂŒckstadt.

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