LÀnder, VerlÀngerung

LÀnder dringen auf VerlÀngerung der Mietpreisbremse

10.12.2024 - 16:57:07

Mehrere BundeslĂ€nder wollen ĂŒber eine Bundesratsinitiative eine VerlĂ€ngerung der Mietpreisbremse bis 2029 erreichen.

Beteiligt sind unter anderem Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Ohne die VerlĂ€ngerung wĂŒrden die entsprechenden Verordnungen der LĂ€nder spĂ€testens am 31. Dezember 2025 auslaufen, in sieben BundeslĂ€ndern sogar schon vorher.

"Die Mietpreisbremse schafft keinen neuen Wohnraum, aber sie ist ein Instrument zum Schutz von Mieterinnen und Mietern vor explosionsartigen Mietsteigerungen", begrĂŒndete Mecklenburg-Vorpommerns Landesbauminister Christian Pegel (SPD) den Vorstoß. Nicht nur in den Metropolen seien die WohnungsmĂ€rkte weiterhin angespannt, sondern auch in UniversitĂ€tsstĂ€dten wie Rostock und Greifswald oder in Tourismushochburgen an der Ostsee.

Auch Niedersachsens Bauminister Olaf Lies hob die Bedeutung der Mietpreisbremse hervor. "Sie hilft Mietern, die umziehen mĂŒssen, denn gerade in angespannten MĂ€rkten kann es passieren, dass die Kosten schnell davon galoppieren", sagte der SPD-Politiker.

Bundeskabinett will VerlĂ€ngerung bis 2029 beschließen

Die Mietpreisbremse sorgt in angespannten WohnungsmĂ€rkten dafĂŒr, dass die Miete bei Abschluss eines neuen Mietvertrags im Grundsatz nicht mehr als zehn Prozent ĂŒber der ortsĂŒblichen Vergleichsmiete liegen darf. DarĂŒber, ob die Bremse in bestimmten Gebieten greift, entscheiden die Landesregierungen.

Seit ihrer EinfĂŒhrung im Jahr 2015 war die Mietpreisbremse bereits einmal verlĂ€ngert worden. Die Ampel-Koalition im Bund hatte in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, die aktuelle Regelung zu verlĂ€ngern. Im Oktober stellte der damals zustĂ€ndige Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) einen Gesetzesentwurf vor, der eine VerlĂ€ngerung bis Ende 2028 vorsah.

Nach dem Ampel-Aus ist aber unklar, ob im Bundestag noch darĂŒber abgestimmt wird. Die rot-grĂŒne Regierung hat keine Mehrheit mehr im Parlament. Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch trotzdem eine VerlĂ€ngerung bis Ende 2029 beschließen. Allerdings sieht es bislang nicht so aus, als wĂŒrde der Gesetzentwurf eine Mehrheit finden, sollte er tatsĂ€chlich im Bundestag zur Abstimmung gestellt werden.

LĂ€nder planen eigenen Gesetzentwurf

Die LĂ€nder streben daher die kurzfristige Einbringung eines Gesetzentwurfs durch den Bundesrat an. Auf der Sitzung der LĂ€nderkammer am 20. Dezember soll darĂŒber abgestimmt werden. "Ein Auslaufen der Mietpreisbremse zum Jahresende 2025 wĂŒrde zu einem Anstieg der Wiedervermietungsmieten fĂŒhren. Gekoppelt mit den hohen Energie- und Lebenshaltungskosten wĂŒrde dies insbesondere Menschen mit niedrigem und zunehmend auch mittleren Einkommen aus ihren angestammten Stadtvierteln verdrĂ€ngen", erklĂ€rte Pegel.

@ dpa.de