Cyberangriff auf Kliniken: DatenschĂŒtzer prĂŒfen Beschwerden
30.08.2025 - 17:53:07 | dpa.deNach dpa-Informationen geht es dabei um die Informationspflichten des Gesundheitskonzerns gegenĂŒber Personen, deren Patientendaten möglicherweise von den Kriminellen gespeichert wurden. Die Landesbeauftragte fĂŒr Datenschutz Sachsen-Anhalt, Maria Christina Rost, teilte auf Anfrage mit, dass mehrere Beschwerden in diesem Kontext vorlĂ€gen. Es seien mehrere BundeslĂ€nder mit der PrĂŒfung befasst und in der Abstimmung. Weitere Informationen könnten aufgrund des laufenden Verfahrens nicht gegeben werden.
Der Angriff auf die IT-Systeme von Ameos hatte im Juli zu erheblichen Störungen in den deutschen Einrichtungen des Konzerns gefĂŒhrt. Die Ameos Gruppe behandelt nach eigenen Angaben mehr als 500.000 Patienten jĂ€hrlich. Zum Klinikverbund gehören mehr als 100 Einrichtungen an ĂŒber 50 Standorten. Ameos gehört neben Helios und Sana zu den gröĂeren privaten Klinikbetreibern im deutschsprachigen Raum. In dieser Woche hatte der Konzern bekanntgegeben, dass auch Daten von Patienten und Mitarbeitern bei dem Hackerangriff erbeutet worden seien.
Kritik an der Information von Betroffenen
Kritik hatte es unter anderem darĂŒber gegeben, dass der Konzern auf seiner Internetseite ein Formular bereitgestellt hatte, ĂŒber das sich potenziell Betroffene eigenstĂ€ndig beim Konzern melden und dazu auch Ausweisdokumente hochladen sollten. Nach Artikel 34 der Datenschutzgrundverordnung mĂŒssen dagegen Unternehmen von sich aus Betroffene informieren.
Der Klinikkonzern hat das Vorgehen in der Zwischenzeit auf seiner Internetseite geĂ€ndert und weist in einer neuen Mitteilung darauf hin, dass nach RĂŒcksprache mit der zustĂ€ndigen Datenschutzbehörde, Betroffene unaufgefordert und proaktiv informiert wĂŒrden. Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt ermittelt wegen des Cyberangriffs.
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