Proteste gegen teureres Deutschlandticket
09.10.2024 - 13:53:26Der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND NRW) und der ParitĂ€tische Wohlfahrtsverband NRW bekrĂ€ftigten dabei ihre Forderung nach einem bundesweiten Sozialticket zum Preis von 29 Euro sowie einem Bildungsticket fĂŒr SchĂŒler und Auszubildende. Nach Polizeiangaben beteiligten sich etwa 120 Teilnehmer an der gemeinsamen Protestaktion.
"KlimavertrĂ€gliche MobilitĂ€t darf kein Luxus sein, sondern muss fĂŒr alle bezahlbar bleiben", sagte Andrea BĂŒngeler vom ParitĂ€tischen Wohlfahrtsverband. Kerstin Ciesla vom BUND sagte: "Klima- und soziale Gerechtigkeit gehören untrennbar zusammen. Nur, wenn alle mitgenommen werden, ist eine MobilitĂ€tswende möglich."
Deutschlandticket kostet kĂŒnftig 58 Euro
Die Verkehrsminister hatten Ende September in einer Sonderkonferenz entschieden, dass das derzeit 49 Euro teure Deutschlandticket ab 2025 neun Euro teurer wird und 58 Euro pro Monat kosten soll. FĂŒr wie lange, ist aber offen. Bedingung fĂŒr einen lĂ€ngerfristig stabilen Preis ist die weitere finanzielle UnterstĂŒtzung des Bundes. Bisher geben Bund und LĂ€nder jĂ€hrlich jeweils rund 1,5 Milliarden Euro hinzu. Das gilt aber nur bis einschlieĂlich 2025. Laut Bundesverkehrsministerium soll das Gesetzgebungsverfahren fĂŒr die dauerhafte Finanzierung des Tickets ab 2026 im kommenden Jahr starten.
Auch der Fahrgastverband Allianz pro Schiene forderte VerlĂ€sslichkeit. "Das Deutschlandticket darf kein Ablaufdatum haben", sagte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Dirk Flege. Darauf mĂŒsse sich die Verkehrsministerkonferenz einigen. VerlĂ€sslichkeit beim Deutschlandticket bedeute mehr Abonnenten. "Und mehr Abonnenten bedeuten nicht nur eine solide Finanzierung fĂŒr das Ticket. Sie bedeuten auch, dass wir mit der Verkehrswende vorankommen."
Die Verkehrsminister der LĂ€nder kamen am Mittwoch zu ihrer Herbstkonferenz in Duisburg zusammen. Auf der Tagesordnung stehen neben der weiteren Debatte ĂŒber das Deutschlandticket die notwendigen Investitionen in die vielerorts marode Verkehrsinfrastruktur. Die LĂ€nder machen Druck auf den Bund, dafĂŒr ein milliardenschweres Sondervermögen aufzulegen.

