Mietwucherparagraf, Sören Pellmann

Mietwucherparagraf: Linke fordert VerschÀrfung von Hubig

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 13:57 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Linksfraktionschef Sören Pellmann verlangt von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig konkrete Schritte fĂŒr eine schĂ€rfere Regelung gegen Mietwucher. Die Ministerin hatte zuvor erklĂ€rt, die geltende Vorschrift werde nur selten angewandt.

Hubig kĂŒndigt schĂ€rferen Mieterschutz an

  • Sören Pellmann fordert Stefanie Hubig zu einer VerschĂ€rfung des Mietwucherparagrafen auf.
  • Hubig bezeichnete die Vorschrift beim Wohnungsgipfel am Donnerstag als „zahnlosen Tiger“.
  • Pellmann verweist auf VorschlĂ€ge aus dem Bundesrat und einen Gesetzentwurf der Linken.
  • Die nĂ€chste Kabinettssitzung soll nach seiner Forderung fĂŒr eine Entscheidung genutzt werden.
Haus (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Linke verlangt schÀrferen Mietwucherparagrafen

Linksfraktionschef Sören Pellmann fordert Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) auf, sich fĂŒr eine VerschĂ€rfung des Mietwucherparagrafen einzusetzen. Er verlangt, dass die Ministerin ihre Kritik an der bisherigen Regelung in der nĂ€chsten Kabinettssitzung mit einem konkreten Vorstoß verbindet.

Pellmann verweist auf vorhandene VorschlÀge

Nach seinen Worten liegen sowohl VorschlÀge aus dem Bundesrat als auch ein Gesetzentwurf der Linken vor. Damit könne die Bundesregierung aus seiner Sicht schnell handeln und die Situation von Mietern verbessern.

Hubig kritisiert geringe Anwendung

Hubig hatte beim Wohnungsgipfel am Donnerstag erklĂ€rt, der Mietwucherparagraf sei derzeit oft ein „zahnloser Tiger“. Er stehe zwar im Gesetz, werde aber nur selten angewandt.

Die Ministerin sagte, sie wolle, dass der zahnlose Tiger kĂŒnftig Biss habe. Pellmann verbindet diese Aussage nun mit der Forderung nach einer tatsĂ€chlichen Änderung der gesetzlichen Regelung.

Der Mietwucherparagraf steht im Zentrum eines seit Jahren bestehenden Vollzugsproblems. Nach Darstellung der Justizministerin wird die Vorschrift zwar selten angewandt; fĂŒr betroffene Mieter bedeutet das, dass ĂŒberhöhte Mieten hĂ€ufig nicht allein durch den Verweis auf den gesetzlichen Tatbestand zurĂŒckgefordert werden können.

Die politische Auseinandersetzung verbindet deshalb zwei Ebenen: WÀhrend die Linke eine schnelle gesetzliche VerschÀrfung fordert, geht es praktisch auch um die Nachweislast und die Voraussetzungen, unter denen Behörden oder Gerichte eine unzulÀssige Ausnutzung angespannter WohnungsmÀrkte feststellen können. VorschlÀge aus dem Bundesrat und ein Gesetzentwurf der Linken liegen laut Pellmann bereits vor.

Folgen fĂŒr Mieter und Vermieter

Eine wirksamere Regelung könnte Mietern den Zugang zu RĂŒckforderungen erleichtern und den Druck auf Vermieter erhöhen, Preisgrenzen einzuhalten. Zugleich mĂŒsste der Gesetzgeber die Kriterien so prĂ€zisieren, dass Gerichte zwischen zulĂ€ssiger Preisbildung und straf- oder ordnungswidrigkeitsrechtlich relevantem Mietwucher verlĂ€sslich unterscheiden können.

FĂŒr die Bundesregierung wird damit entscheidend, ob der beim Wohnungsgipfel formulierte politische Handlungswille in einen konkreten Kabinettsbeschluss mĂŒndet. Bis dahin bleibt offen, welchen der vorliegenden VorschlĂ€ge die Regierung aufgreift und wie schnell eine Änderung umgesetzt werden könnte.

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