Grenzenlose Landschaft: Gemeinsam fĂŒr eine klimaresiliente Natur
30.04.2025 - 12:36:27Europa ist vom Klimawandel besonders stark betroffen. Extreme Hitze und extreme NiederschlÀge werden in Zukunft noch hÀufiger auftreten und Spuren hinterlassen.
Die Natur klimaresilient zu gestalten und gleichzeitig die BiodiversitĂ€t zu steigern ist das Ziel des Projekts "Grenzenlose Landschaft". Die grenzĂŒbergreifende Initiative im deutsch-niederlĂ€ndischen Raum ist von der EuropĂ€ischen Union co-finanziert.
Ein Ortsbesuch.
Die StraĂen werden zum Ziel hin immer schmaler. Die Gegend rund um die Gemeinde Milsbeek in den östlichen Niederlanden ist sehr grĂŒn und auch ein bisschen einsam. Vereinzelt stehen Höfe und WohnhĂ€user in der Landschaft. Die Grenze zu Deutschland ist nah und unsichtbar. Europa ist hier lĂ€ngst zusammengewachsen und ZĂ€une gibt es seit Jahrzehnten keine mehr. In der kleinen Langstraat wartet Malve Falk. Sie ist die Projektleiterin von "Grenzenlose Landschaft", das im niederlĂ€ndischen Grenzeloos landschap heiĂt. Malve Falk ist heute mit ihrem Team im AuĂeneinsatz.
Mit Spaten stechen die jungen Helfer in Arbeitsmontur kleine Löcher in einen Streifen knapp vor einer Pferdekoppel. An einer breiteren Stelle wird das spĂ€ter von einer Maschine ĂŒbernommen, die von einem kleinen Traktor gezogen wird. "Wir bereiten hier das Pflanzen einer Hecke vor", erklĂ€rt Malve Falk. Diese können dann schon bald einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Förderung von BiodiversitĂ€t leisten. "Vögel nisten darin und eine Vielzahl an Insekten und Tieren finden Schutz und Unterschlupf", ergĂ€nzt Malve Falk.
Der kleine Traktor hat sich in Bewegung gesetzt und von einer Sitzposition am hinteren Ende lassen sich die jungen StrĂ€ucher bequem und schnell einsetzen. Schon am Nachmittag werden hier gut 200 Meter Hecke gepflanzt sein. Eine Hecke braucht mehrere Jahre, bis sie voll entwickelt ist. Bei guter Pflege gilt, je Ă€lter, desto artenreicher. Doch fĂŒr Landwirte kostet eine Hecke auch wertvolle Acker- oder WeideflĂ€che. "Gerade deshalb ist Ăberzeugungsarbeit so wichtig", erklĂ€rt Malve Falk.
Der PensionÀr Piet Hopman hat diesen Schritt ganz bewusst gemacht. Er hat 2,5 Hektar Land in der Region gekauft und diese mit Hecken bepflanzen lassen. "Ich bin hier in der NÀhe geboren. Ich möchte mit der Aktion einfach ein gutes Vorbild sein und hoffe, dass weitere Grundbesitzer mitmachen."
Auf der deutschen Seite laufen Ă€hnliche Pflanzaktionen und StĂŒck fĂŒr StĂŒck Ă€ndert die Landschaft dadurch ihr Gesicht. Es wird grĂŒner werden und die Artenvielfalt wird erhalten bleiben und sogar steigen. Ohne die Mittel aus dem Interreg-Projekt wĂ€re das nicht möglich gewesen, erklĂ€rt Malve Falk. "Denn nationale Finanzierungen enden auch immer an der Grenze." Die Grenzen sind hier lange verschwunden. Und durch die neuen Hecken wachsen die Landstriche noch ein bisschen besser zusammen.
Projektbeschreibung:
Die KohĂ€sionspolitik hat klare Ziele fĂŒr den Förderzeitraum 2021-2027 definiert: Ein durch Innovation intelligentes Europa, ein grĂŒneres, CO2-emissionsarmes Europa, ein stĂ€rker vernetztes Europa, ein sozialeres Europa und ein bĂŒrgernĂ€heres Europa. Nachhaltige Herausforderungen rĂŒcken in den Fokus der Gesellschaft, insbesondere in Deutschland und seinen NachbarlĂ€ndern. Im Rahmen des Projekts "EU4regions" werden hochwertige multimediale und journalistische Informationen zur KohĂ€sionspolitik produziert und anschlieĂend breit gestreut. Innerhalb von 12 Monaten wird ĂŒber Interreg-Projekte aus West- und Ostdeutschland und den NachbarlĂ€ndern/-regionen berichtet, um lokale Herausforderungen aufzuzeigen. Die betroffenen LĂ€nder sind Polen, die Tschechische Republik, Ăsterreich, die Schweiz, Frankreich, die Niederlande und DĂ€nemark. Unser thematischer Schwerpunkt ist die Nachhaltigkeit, wobei wir Nachhaltigkeit als Ganzes verstehen. Obwohl Klimafragen im Mittelpunkt stehen, werden sie durch wirtschaftliche und soziale Aspekte ergĂ€nzt. Ziel ist es, zu zeigen, wie sich die EU-KohĂ€sionspolitik auf Regionen und Menschen auswirkt.
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