Kinderhandel nimmt dramatisch zu - SOS-Kinderdörfer weltweit fordern besseren Schutz fĂŒr besonders gefĂ€hrdete Kinder
28.07.2025 - 06:00:07 | presseportal.de
Die Kinderhilfsorganisation macht deutlich, dass Kinderhandel kein fernes Problem ist, sondern mitten unter uns geschieht. Besonders MĂ€dchen geraten hĂ€ufig in sexuelle Ausbeutung und Zwangsprostitution, wĂ€hrend Jungen oft zur Zwangsarbeit, krimineller Ausbeutung oder sogar als Kindersoldaten missbraucht werden. "In besonders betroffenen Regionen wie Subsahara-Afrika und SĂŒdasien sind mehr als die HĂ€lfte der Betroffenen Kinder", erklĂ€rt Anne Beck, Pressesprecherin der SOS-Kinderdörfer weltweit.
Die Lage verschĂ€rft sich durch globale Krisen wie Klimawandel, bewaffnete Konflikte und Armut. Kinder, die allein fliehen mĂŒssen, ihre Eltern verlieren oder in extremer Armut leben, sind besonders gefĂ€hrdet, in die FĂ€nge von MenschenhĂ€ndlern zu geraten. Besonders betroffen sind unbegleitete minderjĂ€hrige GeflĂŒchtete, Kinder aus armen oder marginalisierten Familien, solche in konfliktbelasteten Familien oder Heimen sowie Kinder ohne elterliche FĂŒrsorge.
Auch in Deutschland bleibt das Problem ernst: Das Bundeskriminalamt verzeichnet, dass 15 bis 25 Prozent der registrierten Opfer minderjĂ€hrig sind. Diese Kinder werden sexuell ausgebeutet, zur Arbeit gezwungen oder fĂŒr kriminelle Zwecke missbraucht. Die Dunkelziffer bleibt hoch, weil viele betroffene Kinder nicht als Opfer erkannt, sondern fĂ€lschlicherweise als TĂ€ter:innen behandelt werden. Zudem fehlen oft kindgerechte Betreuung, spezialisierte FachkrĂ€fte und sichere SchutzrĂ€ume.
Die SOS-Kinderdörfer fordern deshalb entschlossenes Handeln. "Wir alle tragen Verantwortung, die SchwĂ€chsten zu schĂŒtzen - mit klaren Taten, nicht nur mit Worten", so Anne Beck. Die Kinderhilfsorganisation setzt sich fĂŒr eine bessere Erkennung und Erfassung betroffener Kinder, den Ausbau spezialisierter Hilfsangebote sowie kindgerechte SchutzunterkĂŒnfte mit geschultem Personal ein. Zudem ist ein konsequentes Vorgehen gegen Ausbeutungsnetzwerke auf nationaler und internationaler Ebene notwendig.
FĂŒr weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Anne Beck
Pressesprecherin SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0151 -25833208
E-Mail: anne.beck@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de
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