Deutscher, Apothekertag

Deutscher Apothekertag / Overwiening: Politik gegen die Apotheken ist Politik gegen die Menschen!

09.10.2024 - 17:07:53

MĂŒnchen - Mit einer kĂ€mpferischen Rede hat Gabriele Regina Overwiening, PrĂ€sidentin der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher ApothekerverbĂ€nde, am heutigen Mittwoch den Deutschen Apothekertag in MĂŒnchen eröffnet. Overwiening sprach sich deutlich gegen die aktuellen PlĂ€ne des Bundesgesundheitsministeriums aus, nach denen es in vielen Apotheken keine Apothekerinnen und Apotheker mehr geben soll. Die ABDA-PrĂ€sidentin forderte die Bundesregierung zudem mehrfach auf, die Kompetenzen der Pharmazeutinnen und Pharmazeuten mehr in die Versorgung einzubinden. "Statt weniger, mehr Pharmazie wagen! Gesundheit braucht mehr Apothekerinnen und Apotheker", so Overwiening. "Das Vorhaben, die Apotheke vor Ort zu einer reinen Arzneimittel-Abgabestelle zu degradieren, wird von niemandem gewollt. Wer Gesundheitspolitik gegen die Apotheken vor Ort macht, macht Politik gegen die Menschen!", sagte die ABDA-PrĂ€sidentin. Sie wies darauf hin, dass in vielen LĂ€ndern derzeit Gesetze verabschiedet werden, mit denen die Kompetenzen der Apothekerinnen und Apotheker ausgebaut werden. Overwiening: "Dort hat Politik erkannt, dass in immer Ă€lter werdenden Gesellschaften der heilberufliche Beratungsbedarf steigt. Hinzu kommen der medizinische Fortschritt und Neuerungen im Bereich der Digitalisierung. Insbesondere Ă€lteren und kranken Menschen mĂŒssen digitale Anwendungen, wie beispielsweise die elektronische Patientenakte oder das E-Rezept - aber auch neue, innovative Arzneimittel und Therapien - intensiv, geduldig, sensibel und kompetent nĂ€hergebracht werden. Das sind Prognosen, die eigentlich erfordern, dass Politik gemeinsam mit uns die Rolle von Apothekerinnen und Apothekern in der Versorgung weiterentwickelt, stĂ€rkt und ausweitet."

Overwiening ging in ihrer Rede außerdem auf die wirtschaftliche Schieflage der Apotheken und die dringend erforderliche Honoraranpassung ein. Sie kĂŒndigte an, im Dezember 2024 erneut fĂŒr das Amt der ABDA-PrĂ€sidentin zu kandidieren.

Zuvor hatten sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin fĂŒr Gesundheit, Pflege und PrĂ€vention, in Grußworten an die Delegierten des Deutschen Apothekertages gerichtet. Lauterbach fĂŒhrte in seiner Rede unter anderem aus, dass er an dem geplanten Apothekenreformgesetz festhalten wolle. Der weiterhin bestehende Beratungsbedarf gehe auch auf die anhaltenden Proteste der Apothekerschaft zurĂŒck. Er achte die Apothekerschaft als Leistungserbringer und sehe in den Apotheken Anlaufstellen fĂŒr Impfungen oder PrĂ€ventionsleistungen. Auch um die elektronische Patientenakte einzufĂŒhren und diese den Patientinnen und Patienten nahezubringen, setze er auf die Apotheken, so Lauterbach. Allerdings halte er an seinen PlĂ€nen fest, die apothekerliche PrĂ€senzpflicht abzuschaffen.

Bayerns Gesundheitsministerin Gerlach sprach sich dafĂŒr aus, dass Reformen im Schulterschluss zwischen Bundesgesundheitsministerium, den BundeslĂ€ndern und der Apothekerschaft erarbeitet werden sollten. Sie sieht es kritisch, dass der Bundesgesundheitsminister das funktionierende Apothekensystem austrocknen ließe. Ihr Fazit: Die Apotheken funktionieren und werden von Patientinnen und Patienten hochgeschĂ€tzt.

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