UN: Myanmars Armee tötete in sechs Monaten über 700 Zivilisten
23.06.2026 - 12:14:00 | dts-nachrichtenagentur.deDer Bericht bezieht sich auf die sechs Monate, nachdem die Armee, die vor fünf Jahren einen Putsch durchgeführt hatte, Neuwahlen ankündigte. Dieser Prozess wurde weithin als Farce kritisiert, da die wichtigsten Oppositionsparteien nicht teilnehmen durften. Die UN-Experten warnen, dass ein Rückgang der internationalen Hilfsgelder die Not von Millionen Menschen weiter verschärfe.
"Als ob die Menschen in Myanmar nicht schon genug unter dem Militär gelitten hätten, scheinen sie nun auch von der Außenwelt vergessen worden zu sein", sagte der UN-Menschenrechtsbeauftragte Volker Türk. Die Finanzierung lokaler Schutzmaßnahmen sei in vielen Gebieten der einzige Trost angesichts des Leids gewesen, das durch ständige Übergriffe und wahllose Angriffe des Militärs verursacht worden sei. "Dieser Rückzug verschlimmert dieses Leid nur noch", so Türk.
Das Militär hatte 2021 die Macht übernommen und damit einen Bürgerkrieg ausgelöst. Seitdem wurden Tausende getötet und Millionen in die Flucht getrieben. Große Landesteile werden weiterhin von bewaffneten Oppositionsgruppen kontrolliert.
