Kreml, Ermittlungen

Kreml: Ermittlungen zu Flugzeugabsturz laufen weiter

27.12.2024 - 12:41:20

Nach dem Absturz des aserbaidschanischen Passagierflugzeugs in Kasachstan will Russland zunĂ€chst nicht auf die SchuldvorwĂŒrfe aus Baku eingehen.

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte kĂŒhl, dass die aserbaidschanischen Äußerungen in Moskau bekannt seien. Demnach gab es auch Forderungen in Baku, Moskau solle sich dafĂŒr entschuldigen, dass die Maschine von der russischen Flugabwehr erfasst worden und dadurch abgestĂŒrzt sei. Peskow lehnte das ab und forderte erneut, die Ermittlungsergebnisse abzuwarten.

"Eine Untersuchung dieses Flugzeugvorfalls ist im Gange. Und bis die Schlussfolgerungen der Untersuchung vorliegen, halten wir uns nicht fĂŒr berechtigt, Urteile zu fĂ€llen - und werden dies auch nicht tun", sagte Peskow. Solche Ergebnisse könnten nur von den russischen Luftfahrtbehörden, die den Fall untersuchten, kommen, meinte er.

Gleichwohl ermitteln auch die kasachischen und die aserbaidschanischen Behörden zur Absturzursache. An der Absturzstelle in Kasachstan wurden auch die Flugschreiber gefunden. Durch die Auswertung dieser Blackboxes erwarten die Ermittler, die Ursache des Absturzes aufklÀren zu können.

Beim Landeversuch stĂŒrzte die aserbaidschanische Maschine vom Typ Embraer 190 am Mittwoch in der NĂ€he der kasachischen Stadt Aktau an der KĂŒste des Kaspischen Meeres ab. 38 Menschen an Bord wurden getötet, es gab 29 Überlebende. Fotos des Heckteils der UnglĂŒcksmaschine zeigen SchĂ€den, die den Einschlaglöchern von Schrapnell aus Flugabwehrwaffen Ă€hneln. Mehrere Medien hatten zuvor unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsquellen berichtet, die Maschine sei durch den Einsatz einer russischen Flugabwehrrakete abgestĂŒrzt.

@ dpa.de