Union, VerlÀngerung

Union gegen VerlÀngerung der Mietpreisbremse

21.11.2024 - 20:55:16 | dts-nachrichtenagentur.de

Nach dem Bruch der Regierungskoalition aus SPD, GrĂŒnen und FDP will die Union die geplante VerlĂ€ngerung der Mietpreisbremse im Bundestag nicht unterstĂŒtzen.

Graffiti mit Schriftzug "Mieten runter" (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Gegen steigende Mieten brauchen wir nicht mehr Regulierung, sondern mehr Wohnungsbau", sagte der baupolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jan-Marco Luczak (CDU), dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). "Es nutzt nichts, an den Symptomen herumzudoktern, wir mĂŒssen an die Ursachen ran: Wir mĂŒssen mehr, schneller und kostengĂŒnstiger bauen." Luczak argumentierte auch mit verfassungsrechtlichen Bedenken.

"Eine VerlĂ€ngerung der Mietpreisbremse ist verfassungsrechtlich kaum mehr begrĂŒndbar", behauptete er. Sie sei immer als befristetes Instrument konzipiert gewesen und könne nicht "beliebig oft" verlĂ€ngert werden. Noch vor vier Wochen hatte der damalige und mittlerweile zurĂŒckgetretene Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) den Referentenentwurf fĂŒr die VerlĂ€ngerung der Mietpreisbremse prĂ€sentiert. Mit der Regelung können die BundeslĂ€nder bestimmte Regionen als "angespannte WohnungsmĂ€rkte" ausweisen und dort die Mietpreisbremse nutzen. Somit darf die Höhe der Miete bei Wiedervermietung maximal zehn Prozent ĂŒber dem Niveau der ortsĂŒblichen Vergleichsmiete liegen. Die Regelung lĂ€uft Ende 2025 aus und soll nach den PlĂ€nen der zerbrochenen Regierungskoalition bis Ende 2028 verlĂ€ngert werden. Allerdings ist fraglich, ob es noch vor der Neuwahl zum Kabinettsbeschluss kommt und sich dann eine parlamentarische Mehrheit fĂŒr das Vorhaben findet. SPD und GrĂŒne drĂ€ngen die Union, der VerlĂ€ngerung der Mietpreisbremse zuzustimmen. "Die Union hat die Mietpreisbremse 2015 mit eingefĂŒhrt", sagte Hanna SteinmĂŒller, Berichterstatterin der GrĂŒnen-Bundestagsfraktion fĂŒr Wohnungs- und Mietenpolitik, der Zeitung. Sie gehe davon aus, dass auch in der CDU/CSU-Fraktion der Schutz von Mietern vor ĂŒberhöhten Mieten einen hohen Stellenwert habe. FĂŒr Menschen in Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-WĂŒrttemberg sei die VerlĂ€ngerung "ganz besonders dringend", denn hier liefen die bestehenden Verordnungen Mitte 2025 aus. Der baupolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Bernhard Daldrup, sagte dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe), es sei wichtig, das Vorhaben noch zu verabschieden. Ob die Union "ihrer Verantwortung gerecht" werde und im Interesse der vielen Millionen Mieter im Land der Vorlage zustimme, können man heute noch nicht sagen. "Nur darf sie sich nicht lĂ€nger wegducken".

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