Gewalt gegen Ărzte - Justizminister will hĂ€rtere Strafen prĂŒfen
13.08.2024 - 16:05:09
"Wir wollen RettungskrĂ€fte wie Feuerwehrleute, Polizisten oder auch das medizinische Personal in den Notfallambulanzen besser vor Anfeindungen und Gewalt schĂŒtzen. Denn in ihrer TĂ€tigkeit fĂŒhrt jede Art von Verzögerung oder Blockade zu besonderen Gefahren", sagte Buschmann der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (NOZ). "Ob wir solche besonderen Situationen vergleichbar auch in den Arztpraxen haben und somit ein vergleichbares Rechtsgut betroffen ist, wĂŒrde ich gerne mit Herrn Gassen persönlich besprechen. Wir werden uns zusammensetzen."
Der Chef der KassenĂ€rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hatte am Dienstag in der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" beklagt, in den Praxen der niedergelassenen Ărzte komme es immer hĂ€ufiger zu Aggression und Gewalt durch Patienten.
"Es ist ĂŒberfĂ€llig, das Strafgesetz an der Stelle zu verschĂ€rfen. Auch Praxen mĂŒssen sich nicht alles bieten lassen", sagte Gassen. Das Bundesjustizministerium arbeitet bereits an einer VerschĂ€rfung des Strafrechts zum Schutz von RettungskrĂ€ften. "Niedergelassene Ărzte und ihre Mitarbeiter sind unverzichtbar fĂŒr unseren sozialen Rechtsstaat. Sie sorgen dafĂŒr, dass Menschen Zugang zu hochwertiger medizinischer Versorgung haben", sagte Buschmann in der NOZ. "SelbstverstĂ€ndlich mĂŒssen niedergelassene Ărzte sich nicht alles bieten lassen: Wer in eine Arztpraxis geht, dort Menschen bedroht, beleidigt, sie mit Gewalt angeht oder das Hausrecht verletzt, macht sich schon heute strafbar."


