Solingen: Scholz sieht VersÀumnisse bei Behörden in NRW
30.08.2024 - 07:59:48
"Es muss jetzt ermittelt werden, warum jemand, der nach Bulgarien hĂ€tte abgeschoben werden sollen, von den Behörden vor Ort nicht abgeschoben wurde", sagte Scholz dem "Spiegel". Auf die Frage, warum der mutmaĂliche TĂ€ter noch in Deutschland gewesen sei, antwortete der Kanzler: "Das wĂŒsste ich auch gern." Bei dem mutmaĂlichen TĂ€ter von Solingen handelt es sich um einen Syrer, der eigentlich bereits im Juni 2023 nach Bulgarien gebracht werden sollte.
Es gehe nicht um Schuldzuweisungen, "sondern darum aufzuklÀren, was schiefgelaufen ist, um die nötigen Lehren zu ziehen, damit sich so was nicht wiederholt", sagte Scholz.
"Man kann doch niemandem vermitteln, warum es offenbar nur einen Versuch gab, den Mann in seiner Unterkunft aufzusuchen. Warum man nicht einfach wiedergekommen ist. Warum man nicht beantragt hat, die Frist zur RĂŒckfĂŒhrung zu verlĂ€ngern. Das geht nĂ€mlich. " Scholz Ă€uĂerte VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass die BĂŒrger dies nicht mehr verstĂŒnden. "Ich verstehe es ja auch nicht. Wir haben Regeln geschaffen, die seine Abschiebung erleichtert hĂ€tten. Personen, von denen wir glauben, sie könnten sich der Abschiebung entziehen, können wir in Abschiebegewahrsam nehmen", sagte der Kanzler. Mittlerweile sei dies fĂŒr 28 Tage möglich.


